Reundorf
Faschingsumzug

Kleiner Bauernaufstand bei den Reundorfer Maapiraten

Nachdem Reundorf für seinen allseits beliebten Faschingsball am Faschingssamstag bekannt ist, hat sich nun auch der Faschingsumzug etabliert.
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Hinter dem Wagen der Maapiraten tummelte sich ein buntes Völkchen. Foto: Alfred Thiere
Hinter dem Wagen der Maapiraten tummelte sich ein buntes Völkchen. Foto: Alfred Thiere
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Am Faschingsdienstag setzte sich bei der Maintalhalle ein lustiges Völkchen in Bewegung. Fußgruppen und von den Vereinen geschmückte Wagen wechselten sich ab und zogen durch die Straßen des Dorfes, die von vielen Schaulustigen gesäumt waren.


Jubiläum durch Kakao gezogen

Wohltuend war, dass sich die Reundorfer mit lokalen Themen beschäftigten und nicht wie die meisten anderen großen oder kleinen Umzüge mit dem amerikanischen Präsidenten. Hauptthema war die schon groß angekündigte bevorstehende 875-Jahr-Feier von Reundorf, die aber - wie sich herausstellte - erst in über 100 Jahren ansteht.
Den Zug führte der Fanfarenzug Lichtenfels mit schmissigen Klängen an, gefolgt von den Reundorfer Maapiraten mit ihrem Vorsitzenden Klauß Fischer, die als Faschingsverein den Umzug organisierten. Sie waren unter dem Motto "Die Geächteten von Banz" mit einem Wagen und als Reminiszenz auf weit zurückliegende Zeiten mit einem Fußvolk von Hofnarren, Mägden und Knechten unterwegs.
Vornehmer kamen dann die orientalisch gekleideten Damen der Gymnastikgruppe des Radfahrvereins Concordia daher. Die Waldsee Brothers des Angelsportvereins verteilten von ihrem Wagen aus heiße Wiener. Der CSU-Ortsverband nahm mit seinem Wagen auf das falsch angesetzte Jubiläumsjahr Bezug. So konnte man auf einem Plakat lesen: "Reundorf seit 1142? oder seit 1244 ? Wir feiern 2119." Ungestüm gebärdeten sich die "Hot Steppers" des Bayern Fanclubs mit König Hansi und seinen wilden Affen.
Auch eine Konfettikanone war ständig im Einsatz. Die Feuerwehr widmeten sich ebenfalls dem Jubiläumsdatum, indem sie mit großen Lettern auf ihrem Wagen verkündete: "Adam Riese trifft der Schlag, manch Reundorfer nicht zu rechnen vermag." Außerdem verteilten die Feuerwehrleute ebenso wie die Hotstepper Bier und zusätzlich noch Klopfer sowie Brezen und Salzstangen. Wie immer sorgte die Feuerwehr auch für die Absicherung der Strecke. Beim anschließenden Kinderfasching in der Maintalhalle feierten auch viele Erwachsene mit. thi
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