Bad Staffelstein
Feuerwehr

Jugendliche löschen um die Wette

Die Mannschaften aus Grub am Forst, Weismain und Wiesen fahren zum Landesentscheid ins Allgäu und vertreten Oberfranken.
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Bezirksentscheid des Bundeswettbewerbs Jugendfeuerwehren: Die Gruppe Weismain 2 beim Löschangriff im Übungsteil A. Fotos: Andreas Welz
Bezirksentscheid des Bundeswettbewerbs Jugendfeuerwehren: Die Gruppe Weismain 2 beim Löschangriff im Übungsteil A. Fotos: Andreas Welz
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Ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt der Freiwilligen Feuerwehren, sind die Jugendfeuerwehren. Im Landkreis Lichtenfels engagieren sich 470 junge Menschen in 52 Gruppen für den ehrenamtlichen Dienst. Am vergangenen Samstag nahmen vier Gruppen am Bezirksentscheid des Bundeswettbewerbs der Jugendfeuerwehren in Bad Staffelstein teil. Siegerin wurde die Gruppe aus Grub am Forst mit 1368 Wettkampfpunkten. Es folgten Weismain 1 (1352), Wiesen (1309), Weismain 2 (1307) und Marktgraitz (1306) auf den weiteren Plätzen. Die ersten vier nehmen am Landesentscheid am 30. Mai und 1. Juni in Oberstdorf im Allgäu teil.
Die jungen Brandschützer demonstrierten auf dem städtischen Sportgelände was perfekte Jugendfeuerwehrler ausmacht: Kameradschaft, Zusammengehörigkeit, Leistungsfähigkeit, Wille, Leidenschaft.
Nicht nur Kreisjungendleiterin Nicole Trapper, sondern auch Kreisbrandrat Timm Vogler und Bürgermeister Jürgen Kohmann ließen sich von der Begeisterung anstecken: "Wir sind stolz auf unsere Jugend", war ihre Bilanz nach fünf Stunden Wettkampfzeit.
Der Dauerregen konnte den Eifer der jungen Brandschützer nicht bremsen. Die 16 Kampfrichter aus allen Teilen Oberfrankens nahmen Rücksicht auf die nasskalte Witterung und ließen das Training am Vormittag ausfallen. So ging es gleich zur Sache. Im Teil A des Wettbewerbs sollten die Jugendfeuerwehrleute einen Löschangriff mit drei Strahlrohren als Trockenübung durchführen.Weiterhin gehörte zum A-Teil eine Übung, bei der es darum ging, vier Knoten und Stiche so schnell wie möglich korrekt zu knüpfen.
Beim B-Teil mussten die neunköpfigen Gruppen einen 400-Meter-Staffellauf mit einigen Hindernissen absolvieren. Es musste ein C-Druckschlauch einfach aufgerollt und über einen Balken gelaufen werden.
Kreisjugendleiterin Trapper sagte: "Wichtig ist die Zusammenarbeit mit allen Jugendgruppen". Dazu gehöre auch die gemeinsame Ausbildung. Eine neue Kleiderkammer ermögliche es ohne kostspielige Neuanschaffungen,sich den Körpergrößen anzupassen. Die Neugründung von Kinderfeuerwehren sichere den Nachwuchs. "Da die Jugend erst mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr einsteigen kann, sind viele schon in diesem Alter in anderen Vereinen organisiert", stellte Trapper fest. Diese Entwicklung sei mit den Kinderfeuerwehren gestoppt. "Die Mitgliedertendenz ist steigend", sagte sie.
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