Bad Staffelstein
Humanität

Jürgen Hofmann aus Staffelstein will Not armer Kinder lindern

Jürgen Hofmann hat ein Herz für notleidende Roma. Der Staffelsteiner ergriff die Initiative und brachte Schulmöbel sowie Betten in die Slowakei.
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Pater Yozafat von der Familie Mariens hilft den bitter armen Menschen in der Slowakei, ein würdiges Leben führen zu können. Fotos: privat
Pater Yozafat von der Familie Mariens hilft den bitter armen Menschen in der Slowakei, ein würdiges Leben führen zu können. Fotos: privat
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Für Jürgen Hofmann ist es eine Frage des Engagements. "Wenn man das Elend der Menschen mal vor Ort mitbekommen hat, ist es ein kurzer Weg zur Entscheidung, etwas zu tun", erklärt der 54-Jährige sein Motiv zu helfen.
Zusammen mit Gerd Schu berth brachte Jürgen Hofmann kürzlich Schulmöbel und Betten in die Slowakei. Die Schulmöbel sind eine Spende der Staffelsteiner Realschule, denn die Zeichen- und Nähmaschinentische werden hier nicht mehr benutzt. Die Reundorfer Firma Maintal-Betten steuerte aus ihrer Produktion rund 20 komplette Betten bei - Gestelle mit Lattenrosten und Matratzen.
Jürgen Hofmann ist sehr froh über diese Unterstützung.
Und ohne den Sattelzug, den die Firma Maintal-Betten für den Transport zur Verfügung stellte, wäre die Hilfsaktion gleich gar nicht möglich.

30 Stunden auf Achse

Rund 30 Stunden einfache Fahrt hatten Jürgen Hofmann und Gerd Schuberth zu bewältigen, bis sie die Möbel für die Grundschule Velky Blh und die Betten für die Pfarrei Uzovska Panica ausladen konnten. Der Ortsgeistliche, Pater Jozafat, und zwei Roma halfen beim Entladen. Die Spenden sind hoch willkommen. In der Pfarrei, die unweit der ungarischen Grenze liegt, leben neben armen Slowaken auch viele Roma. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 50 Prozent. Die "Roma-Mission" in der Pfarrei wird von zwei Priestern und sieben Schwestern der Gemeinschaft "Familie Mariens" ausgeübt.
Ihr Ziel ist es, vor allem Kinder und Jugendliche von der Straße wegzubringen und sie bei der schulischen Bildung zu unterstützen. Geplant ist, ein Jugendhaus zu errichten. Die Pfarrei erhält von keiner staatlichen Seite finanzielle Unterstützung. Sie ist also auf Wohltäter angewiesen.
Für Jürgen Hofmann und Gerd Schuberth reichte die kurze Zeit des Aufenthalts leider nicht, die Freude der Kinder zu sehen. Nach dem Ausladen und einer kurzen Erholungsphase ging's mit dem Sattelzug zurück ins Maintal. Wieder 30 Stunden auf Achse.
Die beiden Männer reisten mit einem guten Gefühl nach Franken zurück - in der Gewissheit, den Betroffenen und den Verantwortlichen vor Ort geholfen zu haben.

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