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Lichtenfels
Veranstaltung

Internationales Konzert in ehemaliger Synagoge

Monika Tremel organisiert das Konzert von Miguel Guldimann und dem Inder Sujay Bobade am Freitag in der alten Synagoge. Dass die Lehrerin diese Aufgabe übernommen hat, ist dem Zufall zu verdanken.
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Monika Tremel trommelt dann und wann gerne auf ihrem Cajón.   Foto: Jan Koch
Monika Tremel trommelt dann und wann gerne auf ihrem Cajón. Foto: Jan Koch
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Nein, von langer Hand geplant sei damals nichts gewesen, als sie vor zweieinhalb Jahren Miguel Guldimann, Schweizer mit peruanischen Wurzeln, nach einem Gitarrenkonzert in der Nähe von Würzburg gefragt hat, ob er nicht einmal in Lichtenfels auftrete. Sie sei einfach vom Spiel Guldimanns beeindruckt gewesen - eine achtsaitige Gitarre sei eben etwas Besonderes. Schließlich spielt sie selbst "ein bisschen Gitarre", hat Akkordeon gelernt und jahrelang getrommelt.

"Es klang ganz toll, weil seine Gitarre zwei Basssaiten mehr hat", erzählt Monika Tremel. Miguel Guldimanns Antwort habe sie überrascht: "Er sagte dann zu mir: ,Ja, dann musst du mich halt einmal einladen‘", erinnert sich Monika Tremel. Gesagt, getan - vor Kurzem schrieb sie Guldimann eine E-Mail. Der Schweizer ließ sich nicht lange bitten und antwortete, dass er gerne komme. "Ich habe ihm gleich gesagt, dass ich ihm nicht viel Geld versprechen kann." Viel wollte er auch gar nicht. Nur, dass der Termin für ihn günstig liegt und Monika Tremel ihn für eine Nacht beherbergt.

Synagoge ist der richtige Ort


Dabei wäre alles fast noch schief gegangen: Vor allem die Suche nach den passenden Räumlichkeiten gestaltete sich für Monika Tremel schwieriger, als sie sich vorgestellt hat. "Zuerst habe ich ans Stadtschloss gedacht. Aber ich dachte mir, dass die Räumlichkeiten dort zu groß sind." Drauf und dran sei sie gewesen, sagt Monika Tremel, "es ganz bleiben zu lassen".

Dann kam ihr die ehemalige Synagoge in den Sinn. "Ich dachte mir: ,Mensch, das wäre doch der richtige Ort.‘" Wenn Miguel Guldimann und Sujay Bobade, der auf einer indischen Bambusflöte spielen wird, auftreten, werde die Atmosphäre sicherlich ruhig werden. Nichts zum Schunkeln oder gar Mitklatschen, "aber das passt ja gut in der Synagoge".

Inzwischen ist Monika Tremel entspannt. Selbst die Nachricht, dass der eigentliche Partner von Miguel Guldimann, Ranajit Sengupta, kurzfristig krank geworden ist, konnte sie nicht beunruhigen. Jetzt wünscht sie sich nur, dass das Konzert von den Menschen angenommen wird: "Es wäre schön, wenn 40 oder 50 Leute kommen. Wenn es mehr werden, wäre das natürlich ganz toll." Verdienen, betont sie, würde sie an dem Konzert nichts. Sicherlich ist sie aber um eine Erfahrung und zwei Übernachtungsgäste reicher.

Beginn: Das Konzert beginnt am Freitag, 5. Oktober, um 20 Uhr in der ehemaligen Synagoge, Judengasse 12. Einlass ist ab 19 Uhr.

Vorverkauf: Karten können für 8 Euro bei der Touristinformation gekauft werden oder unter anuraag-in-lichtenfels@gmx.de reserviert werden.

Abendkasse: Hier kostet eine Karte 10 Euro.

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