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Kleukheim
Fasching

Großer Zug in einem kleinen Ort

In Kleukheim nahmen 45 Gruppen teil, tausende Besucher standen am Rand dabei und ließen sich von der guten Stimmung der Narren anstecken.
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Neben Motivwägen waren auch zahlreiche Fußgruppen zu sehen.
Neben Motivwägen waren auch zahlreiche Fußgruppen zu sehen.
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Die Oberfranken sind alles andere als Faschingsmuffel. Dies wird besonders im südlichsten Teil des Landkreises Lichtenfels im Kelbachgrund deutlich. Am gestrigen Faschingssonntag führten wieder einmal alle Wege nach Kleukheim. Einige Tausend Besucher ließen sich das Highlight der Faschingszeit am Obermain nicht entgehen und fluten die Straßen des beschaulichen Ortes.
Unter dem Motto "Heut geht"s rund im Kelbachgrund" hatten sich 45 Gruppen angemeldet. Die kreativen Motivwägen der teilnehmenden Gruppen nahmen sowohl kommunale Defizite wie auch die große Politik in Visier. "In Kleukheim gibt`s ka Kneipe mehr. Drum muss die Pussybar jetzt her", erfährt der interessierte Besucher auf einem der bunt geschmückten Wägen. Und dass zwei Damen namens Jacqueline und Chantall so manchen Mann zu Fall bringen können.
Mitten im Getümmel durften auch die Räuber aus Kümmel nicht fehlen. Sie hatten ein ganz spezielles Räubermenü zusammengestellt, das von Broudwöschd über Knöchla bis hin zu Housnbroudn reichte. In diesem Jahr haben die Nußbaumfreunde Kleukheim einen Ausflug in die große Politik unternommen und quasi per Handstreich das Weiße Haus erobert. "Das Weisse Haus gehört uns jetzt, die Nussi"s haben es besetzt". Ob allerdings die Botschaft beim amerikanischen Präsidenten schon angekommen ist, bleibt dahin gestellt. Dagegen vermittelte der Obst- und Gartenbauverein Kleukheim einen Hauch von Karneval in Venedig.
Im Verlauf des Nachmittags werden über 4000 Salzbrezen und zentnerweise Süßigkeiten unter den Besuchern verteilt. Auch wer großzügig den Kindern den Vortritt lässt, darf sich über so manches Präsent freuen. Fast alle Gruppen verteilten Brezen und Salzstangen, schenkten Bier und Schnaps oder sogar Eierlikör aus. Denn auch die Vogelgrippe und die damit einhergehende Stallpflicht war das Thema zweier Gruppen. Über den üblichen Bonbon- und Gummibärchenhagel durften sich besonders die Kinder freuen. Der Faschingsumzug funktionierte wie ein gut geöltes Räderwerk. Ein prächtig gestalteter Motivwagen folgt dem anderen, dazwischen immer wieder auch Fußgruppen.
Die Begeisterung der Akteure springt schnell auf die Zuschauer am Straßenrand über. "Vermisst man da die großen Faschingszüge in den Hochburgen des Faschings?" "Überhaupt nicht, bei uns ist es viel schöner", lautete die Antwort einer Lichtenfelserin.
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