Bad Staffelstein

Glatteis einen Schritt voraus sein

Am Freitag hatte der Landkreis Kulmbach mit Glatteis zu kämpfen. Auch im Landkreis Lichtenfels war der Zustand etlicher Straßen kritisch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dass Autos und Busse ohne Probleme fahren können, verdanken die Bürger der Arbeit der Kreisbauhöfe und staatlichen Bauämter. Foto: Sarah Stieranka
Dass Autos und Busse ohne Probleme fahren können, verdanken die Bürger der Arbeit der Kreisbauhöfe und staatlichen Bauämter. Foto: Sarah Stieranka
+3 Bilder
An allen Schulen in Bad Staffelstein konnte am Freitag der Unterricht ohne Verzögerungen stattfinden. Und das trotz Glatteis, vor dem zuvor in den Medien wie dem Radio und dem Internet gewarnt wurde.

Das verdanken die Schulen der schnellen Arbeit der Kreisbauhöfe und Staatlichen Bauämter. "Im Wetterbericht wurde für den Abend bereits Regen vorhergesagt. Wir haben dann präventiv die Kreisstraßen vor dem eintretenden Regen gestreut", sagt Heiko Tremel, Leiter des Kreisbauhofes in Bad Staffelstein.


Präventiv auf Straßen gestreut

Zwei weitere Touren fuhren die Mitarbeiter dann am Freitag um halb drei Uhr morgens. "Eine Tour dauert etwa dreieinhalb Stunden." Trotz präventivem Streuen war der Zustand der Straßen kritisch, sagt Tremel. Doch: Die Fahrzeuge kamen mit der geschlossenen Eisdecke zurecht. Ab sieben Uhr morgens sei die Situation dann vollkommen unter Kontrolle gewesen.

"Wir versuchen uns immer bestmöglich vorzubereiten", erklärt der Bauhofleiter. Lediglich das Lichtenfelser Busunternehmen Götz ließ die Busse wegen der Glätte im Depot. Betroffen davon waren Teile des Landkreises Lichtenfels sowie die Linienbusse im Lichtenfelser Raum. In so einem Fall hilft nur eine schnelle Kommunikation zwischen Landratsamt, Schule und Eltern. In der Viktor-von-Scheffel-Schule in Bad Staffelstein wird über die eigene Homepage informiert und kommuniziert. "Die Homepage wird von den Eltern intensiv genutzt. Dort geben wir Vertretungen oder Stundenausfälle bekannt", sagt Konrektor Matthias Welsch


Das Landratsamt entscheidet

Ob die Schule ausfällt, entscheiden die Schulen aber nicht. Dafür sei das Landratsamt zuständig. "Wenn der Landkreis entscheidet, dass die Schülerbeförderung nicht möglich ist, muss er sich darum kümmern, dass es im Rundfunk und ähnlichem durchgesagt wird" , erklärt der Konrektor.

An der Adam-Riese-Schule gibt es da eine andere Regelung. "Die Kinder wissen, wenn der Bus nicht kommt, und sie eine gewisse Zeit gewartet haben, dürfen sie nach Hause gehen", sagt Sekretärin Christel Weidner.


Kinder haben Wartezeiten

Genauso sei es auch im Unterricht geregelt. Kommt der Lehrer nach einer gewissen Zeit nicht, wissen die Kinder, dass der Unterricht ausfällt. Auf dieses System verlassen sich die Lehrer, auch wenn die Schule geschlossen ist. "Wir können nicht alle Kinder anrufen", erklärt die Sekretärin. Bisher sei es aber noch nie vorgekommen, dass der Unterricht abgesagt wurde.

So ein Glück hatten die Schüler der Ivo-Hennemann-Grundschule in Grundfeld nicht. Wegen Hochwasser musste der Unterricht bereits einmal abgesagt werden - Probleme habe es damals aber nicht gegeben. "Unsere Eltern und Lehrer sind über mehrere Medien miteinander vernetzt. Wir haben einen Notfallplan. Wir kriegen die Info vom Landratsamt und rufen dann die Klassenelternsprecher an", erklärt Schulleiterin Gudrun Mackert.

Wie bei der guten alten Telefonliste werden die Kinder und Eltern dann nach und nach informiert. Das funktioniert aber nur, wenn die Information früh genug eingeht. "Wir haben viele Lehrkräfte von außerhalb, die wir zu Hause noch erwischen müssen." Im Landkreis Kulmbach war es dafür bereits zu spät - viele Kinder kamen zum Unterricht, der jedoch ausfiel. Sehr zum Ärger der Eltern.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren