Das Haus Kirchplatz 25 hat einen neuen Eigentümer - die Gemeinde. "Wir haben das Nachbaranwesen erworben, weil es zum Verkauf stand und kein anderer Interessent da war", sagt Bürgermeister Helmut Fischer (CSU). Was die Gemeinde mit dem Anwesen, der ehemaligen Gaststätte "Zum Dorfbrunnen", anfangen will, kann Fischer noch nicht sagen. In dieser und der nächsten Woche sollen die Planungen in den Gremien besprochen werden.
Der Gemeinderat hat den Kauf laut Fischer in einer nichtöffentlichen Sitzung im April beschlossen. Das Anwesen stand seit einem Vierteljahr zum Verkauf. Da keiner für das Haus geboten hatte, griff die Gemeinde zu. Über den Kaufpreis wird geschwiegen.

Grundstück von Wert


"Das Grundstück hat für uns einen Wert", sagt Fischer. Dagegen sei das Gebäude für die Gemeinde uninteressant. Es wird wohl abgerissen. Unter Denkmalschutz steht das Haus aus dem 18. Jahrhundert nicht.
Für die geplante Erweiterung des Rathauses steht nun auch das Areal der ehemaligen Gaststätte zur Verfügung. "Wir ziehen es in die Überlegungen mit ein", sagt Fischer. Darüber werde jetzt beraten.
Für einen Anbau an der westlichen Seite des Rathauses müsste dann aber die zwischen den beiden Gebäuden verlaufende Zufahrtsstraße vom Kirchplatz zum Zolltorplatz verlegt werden. Wohin ein neuer Eingangsbereich des Rathauses kommen soll, ist noch nicht geklärt. Die Möglichkeiten würden besprochen, danach werde das Vorhaben nochmals ausgeschrieben, kündigte der Bürgermeister an. In der Gemeinderatssitzung im Juli sollen die weiteren Pläne bekannt gegeben werden.
Bereits vor über zehn Jahren war eine Modernisierung des Rathauses mit behindertengerechtem Zugang angedacht. Aus finanziellen Gründen verschwanden die Pläne aber in der Schublade. Im April dieses Jahres wurde das Vorhaben erneut aufgegriffen. Die Überlegungen sahen eine Erweiterung des Rathauses auf der Nordseite vor. Dort sollte ein neuer Eingangsbereich gebaut werden.
Nun eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Die Gaststätte "Zum Dorfbrunnen" entstand um 1750. Seit 1952 war die Metzgerfamilie Lip hard Tempel zuerst Pächter, ab 1962 Eigentümer. 1969 errichtete sie ein modernes Schlachthaus. Seit 1991 ruhen Metzgerei und Gastwirtschaft.