Bad Staffelstein
Buchprojekt

Geheimnisse der Geschichte lüften

Die Kulturinitiative Staffelstein möchte einen weiteren Bildband auflegen. Einige Themen stehen schon fest, andere werden noch gesucht.
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Der imposante Ichthyosaurus im Banzer Wald gibt sein Geheimnis nicht preis. Niemand weiß mit Sicherheit zu sagen, wer dieses Halbrelief in den Sandstein meißelte, das der Versteinerung des Fischkopfsauriers nachempfunden ist, die sich im Klostermuseum befindet. Wer ähnliche mysteriöse Geschichten kennt, kann diese gern als Themen für das dritte KIS-Buch vorschlagen. Archivfoto: Matthias Einwag
Der imposante Ichthyosaurus im Banzer Wald gibt sein Geheimnis nicht preis. Niemand weiß mit Sicherheit zu sagen, wer dieses Halbrelief in den Sandstein meißelte, das der Versteinerung des Fischkopfsauriers nachempfunden ist, die sich im Klostermuseum befindet. Wer ähnliche mysteriöse Geschichten kennt, kann diese gern als Themen für das dritte KIS-Buch vorschlagen. Archivfoto: Matthias Einwag
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Wer hat eigentlich den geheimnisvollen Ichthyosaurier-Kopf in einen Felsen des Banzer Waldes gemeißelt? Die Quellen schweigen, Historiker zucken mit den Schultern. Es wäre doch schön, wenn das Geheimnis gelüftet würde, wenn sich jemand fände, der sich, wie Indiana Jones, auf die Suche nach dem Urheber des Urviechs begäbe.
Vielleicht gibt es ja noch andere Geheimnisse am Obermain, die der Entdeckung harren. Und vielleicht gibt es Menschen, die möchten, dass Licht ins Dunkel der Geschichte gebracht wird.


Bis zu 500 Seiten und viele Bilder

Die Kulturinitiative (KIS) ist an solchen Geschichten interessiert. KIS-Vorsitzender Hermann Hacker plant nämlich die Herausgabe eines dritten Bandes "Kunst und Kultur in Bad Staffelstein". Der Umfang soll, wie bei den ersten beiden Bänden, etwa 400 bis 500 Seiten umfassen. Wann das Buch erscheinen wird, ist noch nicht festgelegt, sagt Hermann Hacker. Zur Orientierung: Der erste Band kam zur 15-Jahr-Feier der KIS heraus, der zweite zur 20-Jahr-Feier. Der im Herbst 2016 erschienene zweite Band verkauft sich nach Hermann Hackers Worten sehr gut.


Für Vorschläge offen

Die Themenauswahl für den dritten Band hat bereits begonnen. Wenn jemand ein Thema mit geschichtlichem Wert kennt, das bearbeitet werden sollte, freut sich Hermann Hacker auf Vorschläge: "Es gibt viele Themen - da kann noch jede Menge dazu kommen."

Die Artikel und Aufsätze mit vielen Bildern sollen die bunte Palette des Lebens am Obermain widerspiegeln. Hermann Hacker hat schon eine Themenliste anlegt. Dabei beschränkt sich die KIS aber nicht auf das Staffelsteiner Stadtgebiet, ein Blick über die Grenzen ist erlaubt.


Vorhandene Themen

Unter anderem sind bisher diese Themen als Arbeitstitel enthalten: die Geschichte der Altenbanzer Kirche sowie der Herzoglichen Forstverwaltung Banz und des dazugehörigen Banzer Waldes; Kloster Banz als Kulturzentrum im 18. Jahrhundert sowie die Geschichte von Banz, bevor es Kloster wurde; die Uetzinger und die Döringstadter Orts- und Kirchengeschichte; die Bedeutung des Zisterzienserklosters Langheim für das Obermaingebiet; Anmerkungen zu den vorgeschichtlichen Befestigungsanlagen am Obermainbogen; die Geschichte der Einöde Eichelsee; der Erzabbau um Bad Staffelstein und vor allem im Schönthal bei Wolfsdorf; der Mineralwasserbrunnen beim Forsthaus Banz und andere schwach mineralisierte Wässer im Schwarzen Jura bei Unnersdorf; der Obere Keuper (Rhät) und Untere Lias in den Steinbruch-Revieren von Birkach und Oberbrunn; die letzten Inhaber der Türmerwohnung im Staffelsteiner Stadtturm; die Winzergenossenschaft Staffelstein vom 15. bis ins 20. Jahrhundert; der Heilige Georg und Bad Staffelstein - was bedeutet der Reiter im Stadtwappen?; die Staffelsteiner Blasmusik; die Porzellanmaler der Staffelsteiner Firma Alka; markante Bäume am Obermain und ihre Geschichte; die Liedertafel Staffelstein; 50 Jahre Kurklinik Lautergrund; Kutzenberg und seine Jugendstilbauten.


Die Anfänge des Thermalbads

Interessant wäre es auch, Zeitzeugen zu interviewen, die sich zum Beispiel an das Kriegsende 1945 am Obermain erinnern oder an die Anfänge des Staffelsteiner Thermalbades, fährt Hermann Hacker fort. Wer dazu bereit ist, sollte der KIS Bescheid geben, die sich dann um einen Autoren kümmert, wenn der Zeitzeuge den Text nicht selbst verfassen möchte.

In diesem Jahr plant die KIS eine Ausstellung anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens: "Das Beste aus 20 Jahren". Die Arbeiten werden derzeit ausgewählt und sollen von Juni bis August in der Alten Darre zu sehen sein.




Zum Buchprojekt der Kulturinitiative

Kontakt Wer ein Thema kennt, das in den nächsten Bildband aufgenommen werden sollte, kann sich an Hermann Hacker wenden: Telefon 09573/6972 oder E-Mail hermann-heinrich.hacker@t-online.de

Ablauf Die Kulturinitiative sucht sowohl inhaltliche Impulse als auch Autoren, die ein Thema bearbeiten möchten. Wer einen thematischen Vorschlag macht, der von der KIS angenommen wird, muss den Text nicht zwangsläufig selbst schreiben; das Ausarbeiten des Textes kann auch an einen anderen Autoren vergeben werden.

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