Grundfeld
Pflanzenbörse

Gartenfreunde trotzen Graupel

Zahlreiche Besucher drängten sich zwischen den bunten Gewächsen, die Auge und Gaumen erfreuten.
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Groß war die Auswahl bei der diesjährigen Pflanzenbörse der Grundfelder Gartenfreunde. Auch bei der Tomatenausgabe (oberes Bild) hatten die Gartenfreunde alle Hände voll zu tun.  Fotos: Gerda Völk
Groß war die Auswahl bei der diesjährigen Pflanzenbörse der Grundfelder Gartenfreunde. Auch bei der Tomatenausgabe (oberes Bild) hatten die Gartenfreunde alle Hände voll zu tun. Fotos: Gerda Völk
Statt eines lauen Frühlingslüftchens gab es kurz vor der Eröffnung noch einen ordentlichen Graupelschauer mit allem was dazu gehört. Doch die dunklen Regenwolken zogen über Grundfeld genauso schnell hinweg, wie sie gekommen waren. Bald drängten sich die Besucher am rotweißen Absperrband. Manche hatten Körbe oder kleine Holzkistchen dabei.
Was erwarteten sich die Besucher von der Grundfelder Pflanzenbörse? "Wir lassen uns überraschen", erklärt Manfred Fricke. Der Burgkunstadter wollte sich umschauen und dann erst entscheiden. Anders dagegen eine Frau, die ebenfalls von Burgkunstadt nach Grundfeld gekommen war. "Ich suche Paprika- und Chili Pflanzen."
Pünktlich um 13 Uhr durchschnitt Maria Will, Vorsitzende der Grundfelder Gartenfreunde, das rotweiße Absperrband und erklärte die diesjährige Pflanzenbörse für eröffnet.
Im Nu verteilen sich fast einhundert Besucher zwischen den liebevoll präsentierten Pflanzenreihen. Ein Topf nach dem anderen wurde in Hand genommen, das Etikett betrachtet und bei Gefallen in mitgebrachte Körbe gestellt. Von den Tomatenpflanzen einmal abgesehen hatten die fleißigen Vereinsmitglieder in diesem Jahr 1370 Pflanzen und Ableger in Töpfen gezogen und zur Abgabe bereitgestellt. Fein säuberlich sortiert nach Sorten. Einen breiten Raum nahmen die Küchenkräuter und Sommerblumen ein. Selbst ein Pfirsichbäumchen wartete nicht lange auf einen Abnehmer.


Exotische Tomatensorten

Den Tomaten- und Zimmerpflanzen hatten die Grundfelder Gartenfreunde einen geschützten Platz zugewiesen. Angesichts der Wetterbedingungen eine gute Entscheidung. Bei der Ausgabe der Tomatenpflanzen, darunter exotische Sorten und Raritäten, hatten Züchterin Helga Dressel und ihre Tochter Christina alle Hände voll zu tun. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit der Beratung. Schließlich gibt es gerade bei den Tomaten viele unterschiedliche Sorten. Christian Schorn aus Neuensee entschied sich für eine rote Honigtomate und die Flaschentomate Moskovskij. Auf jeden Fall sollte eine Nachtomate dabei sein, denn Sohn Philipp liebt Tomaten. Der Siebenjährige isst sie am liebsten vom Strauch weg. "Wenn fünf Tomaten gepflückt werden, kommen nur zwei in der Küche an", schmunzelt Christian Schorn. Die Familie ist auch bei den Gemüsepflanzen fündig geworden.
20 Minuten nach Beginn der Börse haben sich die Pflanzenreihen deutlich gelichtet. Und der Graupelschauer hatte niemanden vom Besuch der Pflanzenbörse abgehalten, denn das Gartenjahr steht ja noch bevor. Bald tragen die ersten Besucher ihre Schätze zu den beiden Kassen.
Auch für das leibliche Wohl haben die Grundfelder Gartenfreunde bestens gesorgt. Die Besucher konnten sich selbstgebackene Blechkuchen und Brotzeiten schmecken lassen. Die Jüngsten des Vereins, die Grundfelder "Bachstelzen", hatten einen Basteltisch für die kleinen Besucher bereitgestellt. Der Erlös aus der diesjährigen Pflanzenbörse kommt wieder der Dorfverschönerung zugute.

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