Lichtenfels
Unesco-Weltkulturerbe

Flechthandwerk bei Bewerbung einen Schritt weiter

Das Deutsche Flechthandwerk ist in der engeren Auswahl: Die Bewerbung um Aufnahme in das Unesco-Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes hat es auf Bundesebene geschafft. Dies teilt Siegfried Katz, Bundesinnungsmeister des Deutschen Flechthandwerks, mit.
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Das Flechten gehört zu den Urhandwerken der Menschheit. Unser Bild zeigt einen Heukorb aus ungeschälter Weide. Foto: S. Katz
Das Flechten gehört zu den Urhandwerken der Menschheit. Unser Bild zeigt einen Heukorb aus ungeschälter Weide. Foto: S. Katz
Die Bundesinnung hatte ihre Bewerbung im November 2013 beim bayerischen Kultusministerium eingereicht. Dieses stand dann vor der sicher nicht einfachen Aufgabe, aus einer Vielzahl von eingegangenen Vorschlägen maximal zwei auszusuchen und an den Kulturausschuss der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder weiterzuleiten.
Diese hat die Liste mit insgesamt also maximal 32 Bewerbungen zusammen mit einer länderübergreifenden Liste inzwischen dem Expertenkomitee der deutschen Unesco-Kommission übergeben.
In der engeren Wahl ist nun auch das Flechthandwerk - zusammen mit 82 weiteren Vorschlägen, darunter so unterschiedliche Themenbereiche wie die Sage "Der Rattenfänger von Hameln", der Musikinstrumentenbau im Vogtland und der Segelflug auf der Wasserkuppe.
Welche Bewerbung es ins bundesweite Verzeichnis schafft, wird voraussichtlich bis Dezember feststehen, heißt es auf der Homepage der Deutschen Unesco-Kommission (www.unesco.de).
Die Nominierungen für die internationale Liste werden 2015 an die Unesco in Paris weitergeleitet. tam
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