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Ützing
Gemeinschaftsübung

Feuerwehrjugend übte mit besonderen Geräten

Eine besondere Übung hielten die Jugendfeuerwehren aus Frauendorf, Loffeld, Horsdorf, Serkendorf, Stublang und Uetzing ab.
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Tim Hopfenmüller (links) erklärt den Feuerwehr-Nachwuchskräften die Vorgehungsweise und den Umgang mit Hebekissen. Fotos: Gerd Klemenz
Tim Hopfenmüller (links) erklärt den Feuerwehr-Nachwuchskräften die Vorgehungsweise und den Umgang mit Hebekissen. Fotos: Gerd Klemenz
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Der Nachwuchs ist ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr. Diese vermittelt - in der Regel in Jugendabteilungen - interessierten Jugendlichen bereits im frühen Alter die Themen "Löschen - Bergen - Helfen". Zum einen sichert die Feuerwehrjugend den Nachwuchs an freiwilligen Helfern, was sehr wichtig ist, zum anderen bietet diese Tätigkeit den Jugendlichen auch viele Perspektiven. Die Jugendlichen lernen, wie man sich im Team verhält, was Verantwortung bedeutet, und wie man im Ernstfall bei Bränden, Bergungen und Hilfeleistungen die richtigen Maßnahmen ergreift. Im Vordergrund steht immer der soziale Aspekt der Gemeinschaft. Das erfüllt einerseits viele Jugendliche mit einem gewissen Stolz, anderseits ist aber auch oft riesiger Spaß dabei.
Seit dem Frühjahr dieses Jahres treffen sich die Jugendlichen aus dem Lautergrund einmal im Monat zu einer gemeinsamen Jugendübung, abwechselnd an einem anderen Ort.
Die Verantwortlichen hatten auch diesmal im Vorfeld ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Hierfür standen die Drehleiter, ein Rüstwagen und ein Löschfahrzeug zur Verfügung.
Nach der Begrüßung durch den Uetzinger Kommandanten Thomas Schwarz durfte der Feuerwehr-Nachwuchs sogleich Saugleitungen kuppeln. Bei der anschließenden Fahrzeugkunde am Rüstwagen der Weismainer Feuerwehr lernten sie die Beladung kennen. Große und schwere Gegenstände auf Knopfdruck vorsichtig zu bewegen, stand danach auf dem Programm. Mit Hilfe von Hebekissen wurde ein schwerer Baumstamm angehoben und richtig abgesichert. Unter der Anweisung vom Kommandant Schwarz zerlegten die Jugendlichen mit dem hydraulischen Rettungssatz ein Auto.
Zu diesem Rettungssatz gehört ein Schneidgerät mit einer Schneidkraft von 104 Tonnen; dieses durchtrennt Rundstahl bis 41 Millimeter mühelos. Die Schere kann bis zu 202 Millimeter geöffnet werden. Mit einem Gewicht von 19,6 Kilogramm ist die Rettungsschere zwar handlich, man braucht aber auch Kraft, waren sich die Jugendlichen einig.
Mit der Drehleiter der Feuerwehr Lichtenfels konnten die Jugendlichen aus der Vogelperspektive einen Blick auf Uetzing werfen. "Zunächst war es schon ein etwas komisches Gefühl, aber die Aussicht in 30 Meter Höhe entschädigte", sagte Jonas (acht Jahre) mit strahlenden Augen.
Nachdem diese Aufgaben von den jungen Wehrleuten mit Erfolg und Freude gemeistert worden waren, konnten sich diese zum Abschluss dieser besonderen Ausbildungsmaßnahme noch einmal gemeinsam stärken. Den Nachwuchskräften und ihren Betreuern hat es viel Spaß gemacht, und sie freuen sich schon auf die nächste ähnliche Übung. Im Jahr 2014 soll eine 24-Stunden-Übung stattfinden.
Tim (14 Jahre) von der FFW Serkendorf machen die Übungen mit den Gleichaltrigen aus dem Lautergrund viel Spaß, zumal die Aufgaben mit "nicht alltäglichen" Gerätschaften zu absolvieren waren. Besonders cool fand er das Hochheben eines Baumstammes mit dem Hebekissen sowie das Hochfahren auf der Drehleiter.
Im Lautergrund werden die Jugendlichen gemeinsam betreut und für den späteren Einsatz in ihren Wehren ausgebildet. "Dies ist einzigartig bei der Jugendausbildung im Landkreis", erklärte der Kommandant Schwarz. "Wir treffen uns einmal im Monat, am letzten Freitag, von 18 bis etwa 20 Uhr, jedes Mal bei einer anderen Lautergrund-Feuerwehr. Jugendwarte und die Kommandanten aller beteiligten Wehren übernehmen die feuerwehrtechnische Ausbildung. Jeder Jugendlicher ab dem zwölften Lebensjahr aus dem Lautergrund kann hier teilnehmen", erläuterte Schwarz. Hier lernten die Jugendlichen, welche Gerätschaften sich auf den Einsatzfahrzeugen befinden und wie man sie bedient, wie man im täglichen Leben Unfälle durch mehr Wissen über brennbare Materialien verhindern und durch mehr Rücksicht auf unsere Natur auch Feuer vermeiden kann.
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