Lichtenfels
Ferienprogramm

Entdeckungstour im Klinikum

In einem Krankenhaus gibt es viel zu sehen. Deshalb bot die Kreisjugendpflege einen Info-Besuch im Lichtenfelser Klinikum an. Dabei lernten die 19 Teilnehmer viel Neues dazu.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der achtjährige Michael Böhm bekommt vom Pfleger Sebastian Tremel einen Gipsarm verpasst. Foto: Giulia Schneider
Der achtjährige Michael Böhm bekommt vom Pfleger Sebastian Tremel einen Gipsarm verpasst. Foto: Giulia Schneider
19 Kinder aus dem Landkreis verbrachten am Dienstag ihren Nachmittag im Klinikum. Aber nicht etwa als Patienten - nein, sie nahmen an der ersten Veranstaltung des Ferienprogramms teil.
Eineinhalb Stunden führten die Krankenschwester Doris Krappmann und Sekretärin Pia Stöhr die Fünf- bis 15-Jährigen durch die Räume des Klinikums.
Dabei gab es viel zu entdecken: Nach der Begrüßung startete die Tour im Untergeschoss. Dort konnten die Kinder in die große Küche des Krankenhauses spitzen. Auch ein Koch nahm sich kurz Zeit und zeigte den Kindern die riesigen Töpfe, Kellen und Schneebesen, mit denen hier täglich gekocht wird, um die bis zu 240 Patienten täglich zu verköstigen.

Kinder lernten Keller kennen

Es ging weiter in den Lagerraum, wo überall Kartons standen. "Hier wird alles, was man so im Krankenhaus braucht, gelagert.
Nadeln, Spritzen, Pflaster - wir haben 5000 Artikel hier unten", erklärte Johanna Fuchs, die Lagerverwalterin, und gab den Kindern eine Packung Spritzen - natürlich ohne Kanülen - mit.
Die dritte Station im Untergeschoss war die Wäscherei. "Hier werden alle benutzten Betten saubergemacht und frisch bezogen", erzählte Schwester Doris, während sie die Kinder weiter in den Raum führte.
Über den Trockner und die Mangel für die Bettwäsche staunten die Kinder wegen deren enormer Größe besonders. Danach ging es im Gänsemarsch die Treppe nach oben in das Erdgeschoss. Hier wartete schon der Pfleger, Sebastian Tremel, mit seinen Helferinnen in der Notaufnahme auf die Gruppe.
"Wer möchte eingegipst werden?", begrüßte er die Kinder. Sofort saßen schon die ersten freiwilligen Patienten auf der Liege und ließen sich die Arme, den Kopf und die Beine verbinden.

Notaufnahme angesehen

"In der Notaufnahme muss alles sehr schnell gehen", erklärte der Pfleger, und legte dabei einem der Buben innerhalb weniger Sekunden einen Gips an. Danach ging es weiter zur Krankengymnastik. "Hier geht es nicht so hektisch zu wie in der Notaufnahme", sagte die Krankenschwester.
"Die Patienten bekommen Massagen oder fangen nach einer Krankheit wieder an, sich langsam zu bewegen." Der Physiotherapeut, Wolfgang Schreck, führte die Kinder dann weiter durch die Räume: Zu einem 34 Grad warmen Bewegungsbad, in einen verspiegelten Gymnastikraum, und in den Massageraum, wo sie Fango, einen Heilschlamm aus Vulkangestein, anfassen durften.

Zum Schluss gab es Geschenke

Danach ging es noch kurz hinauf in den ersten Stock, hier ging die Führung bis zu den Fluren der Intensivstation und des Aufwachraumes, wo die Schwester darauf hinwies, dass man hier nicht lange bleiben könne, da die Patienten viel Ruhe brauchen würden.
Also liefen sie schnell weiter in Richtung Wochenstation, dort sahen sie ein Neugeborenes.
Zu guter Letzt ging es auf ein Eis in den Kongressraum, wo der Geschäftsführer, Michael Jung, mit den Kindern über ihre Krankenhauserfahrungen plauderte und ihnen weitere Informationen über das Klinikum, sowie die Zahl der stationär und ambulant behandelten Patienten im Jahr, nannte. Außerdem befragte er sie nach ihren heutigen Erlebnissen und wollte wissen, was sie alles Spannendes gesehen haben.
Die Kinder waren sich abschließend alle einig, dass sie den Tag sehr interessant fanden und viel Neues gelernt haben.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren