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Burgkunstadt
Bildung

Eine Schule stellt sich vor

Beim Tag der offenen Tür im Burgkunstadter Gymnasium gab es für Eltern und angehende Fünftklässer nicht nur Informationen, sondern auch reichlich Unterhaltsames. Das Modell "Offene Ganztagesschule" wird nun verwirklicht.
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"Do it yourself" hieß ganz erkennbar der Auftrag an den fast 20 Stationen eines schulischen Schnupperlaufes (hier beim Singen eines spanischen Liedes), bei dem die angehenden Fünftklässler ihre möglicherweise neue "Arbeitsstelle" erkunden konnten. Foto: Christian Voll
"Do it yourself" hieß ganz erkennbar der Auftrag an den fast 20 Stationen eines schulischen Schnupperlaufes (hier beim Singen eines spanischen Liedes), bei dem die angehenden Fünftklässler ihre möglicherweise neue "Arbeitsstelle" erkunden konnten. Foto: Christian Voll
"Es soll durchaus Werbung dafür gemacht werden, dass Kinder, die für ein Gymnasium geeignet sind, diesen Weg auch gehen", stellte Thomas Meier, Schulleiter des Gymnasiums, beim "Tag der offenen Tür" fest. Dabei wurde den Eltern und den angehenden Fünftklässlern am Samstag ein ausgesprochen abwechslungsreiches und informatives Programm geboten.
Manche der Erwachsenen in der voll besetzten Aula der Schule waren sich bereits absolut sicher, ihren Zögling nächstes Schuljahr aufs Gymnasium Burgkunstadt zu schicken, andere müssen noch diese oder jene Überlegung anstellen. Für sie alle präsentierte der Schulleiter Notwendiges und Nützliches an der Gelenkstelle zwischen Grund- und weiterführenden Schulen.
"Nach wie vor geistern Horrormeldungen über die angeblichen Schrecken des Gymnasiums durch die Gerüchteküchen, mitunter auch durch die Medien", so Thomas Meier.
Mit einigen Falschinformationen und Pauschalurteilen konnte er ein für allemal aufräumen. Beispiel Nachmittagsunterricht: Maximal einen Tag pro Woche, der dann mitunter auch nur bis 14.30 Uhr dauert, hätten die Schüler seines Gymnasiums in den unteren Jahrgangsstufen Unterricht. In der 5. Jahrgangsstufe gebe es gar keinen Nachmittagsunterricht.
Wenn die aktuell forcierte Burgkunstadter Bewerbung als Pilotschule für die neue "Mittelstufe Plus" - bei der die Unterrichtsinhalte der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 auf vier Schuljahre verteilt werden - erfolgreich sein sollte, würde der Nachmittagsunterricht noch weiter reduziert, in einigen Jahrgängen sogar ganz entfallen, sagte der Schulleiter. Das sei ein Kriterium, das vor allem für eine Landschule wie Burgkunstadt schwer wiege.

Nachmittagsbetreuung möglich

Wer aber sein Kind dennoch am Nachmittag beaufsichtigt haben möchte, der finde am Gymnasium Burgkunstadt künftig auch ein passendes Angebot vor. Die bisher schon bestehende Nachmittagsbetreuung werde in Zusammenarbeit mit der Geschwister-Gummi-Stiftung vom neuen Schuljahr an erweitert zum Modell der "Offenen Ganztagesschule", fuhr er fort. Diese biete neben der Hausaufgabenbetreuung auch ein umfangreiches Projekt- und Freizeitangebot unter pädagogisch qualifizierter Anleitung bis 16 Uhr.
Das Interesse der anwesenden Eltern an diesem Projekt war groß, wie eine anschließend durchgeführte Bedarfserhebung zeigte.
Umfassend verwies Schulleiter Meier auch auf die vielfältigen Förderungsmöglichkeiten seines Gymnasiums bei Schülern mit überdurchschnittlichen Grundschulleistungen. Das Motto "Acht Jahre Reifung in einer Hand" verdeutlichte, dass neben der Bildung auch die Persönlichkeitsentwicklung großgeschrieben werde. Daher sei es manchmal geradezu traurig, wenn bei einigen Eltern zu viel Sicherheitsdenken um sich greife und sie ihre fürs Gymansium geeigneten Kinder nicht übertreten lassen. Und das oft, obwohl die Grundschullehrer eine nachdrückliche Empfehlung für das Gymnasium ausgesprochen hätten. Hier müsse man auch bedenken, dass das Abitur von Jahr zu Jahr auch bei den Ausbildungsberufen einen immer größeren Stellenwert bekomme.
Anschaulich und abwechslungsreich ergänzt wurde das Informationspaket durch einen fotografischen Rundumblick hinter die Kulissen des Gymnasiums - in den Fachunterricht genauso wie in die zahlreichen außerunterrichtlichen Aktivitäten wie Klassenfahrten, soziale, karitative oder auch kulturelle Veranstaltungen.
Ausgesprochen lebendig ging es derweil auch außerhalb der Aula zu. Nach einer Führung durch das Schulhaus wurde den Kindern die Möglichkeit geboten, im Rahmen eines "Schnupperlaufes" ihre möglicherweise neue "Arbeitsstelle" sowie deren Fächerangebot zu erkunden. Fast 20 Stationen hatten Lehrkräfte und vor allem viele engagierte Schülerinnen und Schüler von der 5. bis 12. Klassen vorbereitet, an denen einfache und lustige, Konzentration wie Temperament erfordernde Aufgaben zu erledigen waren.
Die Eltern konnten es sich in der Zwischenzeit im SMV-Cafe in der Pausenhalle gemütlich machen.
"Do it yourself" hieß es dabei für ihre Kinder im Bereich der Geistes- und Naturwissenschaften. Egal, ob in der Physik optische Phänomene erblickt oder in der Biologie der menschliche Körper hautnah untersucht werden konnte - es gab viel zu entdecken und zu erleben. Etwa auch bei der Fachschaft Spanisch, die mit einem flotten gemeinsamen Lied erste spanische Vokabeln präsentierte. Oder bei den Sportlern in der Turnhalle: Hallen-Biathlon ohne Schnee und mit Kinder-Armbrust am Schießstand - so hießen dort die neuesten Renner.
Die "Schnupperläufer" erhielten abschließend eine spektakulär-feurige Chemieshow geboten, für ihren Eifer eine süße Belohnung sowie eine brandaktuelle Sonderausgabe der Schülerzeitung "Schrottpresse" über den eben absolvierten "Tag der offenen Tür".
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