Lichtenfels
Rollentausch

Ein Tag in einer Lichtenfelser Behinderten-Einrichtung

Einblick in eine soziale Einrichtung hat die Auszubildende Katharina Trautner gewonnen, indem sie einen Tag in der Kindertagesstätte St. Anna in Lichtenfels verbrachte.
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Katharina Trautner verbrachte kürzlich einen Tag mit Kindern der Tagesstätte St. Anna und beteiligte sich an deren Tagesablauf, hier beim Tischabräumen in der Gruppe "Frosch" des Förderkindergartens.  Foto: A. Thieret
Katharina Trautner verbrachte kürzlich einen Tag mit Kindern der Tagesstätte St. Anna und beteiligte sich an deren Tagesablauf, hier beim Tischabräumen in der Gruppe "Frosch" des Förderkindergartens. Foto: A. Thieret
Katharina Trautner vollzog kürzlich für einen Tag einen Rollentausch und besuchte die Tagesstätte St. Anna des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas. Diese Einrichtung wird von geistig und mehrfach behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen im Vorschul- oder Schulalter in Anspruch genommen, nachdem diese am Vormittag die Maximilian-Kolbe-Schule oder deren Schulvorbereitende Einrichtung besucht haben.

Die 19-Jährige absolviert zurzeit im zweiten Ausbildungsjahr bei der Firma Baur eine dreijährige duale Ausbildung im Fach BWL-Vertriebsmanagement, wobei sich im Dreimonatsrhythmus ein theoretischer Studienabschnitt an der dualen Hochschule in Ravensburg mit der Praxisphase im kooperierenden Unternehmen der Firma Baur abwechselt. Im Rahmen eines bei ihrem Ausbildungsbetrieb geplanten Projektes "Kinderbetreuung" kam sie auch mit dem Heilpädagogischen Zentrum in Kontakt.

Es war ihr eigener Antrieb

Aus Eigeninitiative wollte Katharina Trautner nun einmal einige Stunden mit jungen Menschen mit Handicap zusammen sein, sie näher kennenlernen und ihren Lebensalltag erfahren.
Zunächst besuchte sie die Froschgruppe der Schulvorbereitenden Einrichtung der Kindertagesstätte. Nach einer kurzen Vorstellung beteiligte sie sich zur Freude der acht Kinder an verschiedenen Spielen, ehe dann das Mittagsessen eingenommen wurde. Vorher haben sie gemeinsam den Tisch gedeckt und später natürlich wieder abgeräumt.

Am Nachmittag integrierte sich Katharina Trautner für einige Stunden bei den größeren Kindern der Fuchsgruppe, die am Vormittag die Schule besucht hatten.

Sie beteiligte sich dabei an den unterschiedlichsten Aktionen der Buben und Mädchen, etwa an den Übungsstunden der Trommel- und Singgruppe oder an einer Spielrunde mit Bausteinen. Als die Kinder am späten Nachmittag wieder zu ihren Eltern nach Hause gefahren wurden, verabschiedeten sie sich mit großer Innigkeit von ihrem Gast, und auch Katharina Trautner war tief beeindruckt. "Die Kinder sind so offen und haben so viel Lebensfreude", sagte sie über ihren Rollentausch.
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