Lichtenfels
Auszeichnung

Ein Anreiz für mutige Bauherren

Der Landrat des Landkreises Lichtenfels, Christian Meißner, gab den Startschuss für den mit 5000 Euro dotierten Bauherren-Wettbewerb um den "Goldenen Ammoniten".
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Landrat Christian Meißner freut sich schon auf die Vergabe des Goldenen Ammoniten 2013.  Foto: M. Häggberg
Landrat Christian Meißner freut sich schon auf die Vergabe des Goldenen Ammoniten 2013. Foto: M. Häggberg
einen eigenen Baupreis zu vergeben - seit 1997, und das alle zwei Jahre. "Goldener Ammonit" heißt er, und er ist ein Bauherrenpreis. So steht es in der Pressemitteilung des Landratsamts. Dem Bauherrn, das ist derjenige, der den Mut zum originellen, oder bewahrenden Bauen, oder Umbauen aufbringt, soll damit Referenz erwiesen werden. Vielleicht auch für den Mut, anders zu bauen als andere.
Kürzlich fand zu diesem Thema eine Pressekonferenz im Landratsamt Lichtenfels statt. Sie diente gleichzeitig als Startschuss für den Goldenen Ammoniten 2013.
30 bis 60 Menschen im Landkreis machten jeweils durch Eingaben auf sich aufmerksam, erläuterte Berthold Grischke, Sachbearbeiter für Fragen zum Bauen und zum Baupreis am Landratsamt. 30 bis 60 Anmeldungen wollen bearbeitet werden, die Anmeldenden und ihre Bauvorhaben begutachtet, oder gar, wenn nötig, zum Lokaltermin besucht werden. Er erfreut sich also einiger Beliebtheit, dieser Goldene Ammonit.
Und er ist dotiert: Für die Preisvergabe stellen Landkreis und Sparkasse wiederum 5000 Euro zur Verfügung.
Noch bis zum 31. Juli dürfen Bewerbungsunterlagen aus dem Landkreis eingesendet werden. Allerdings: Die Bauten sollten in den vergangenen fünf Jahren fertig gestellt worden sein. Was nach dem 31. Juli im Amt eintrifft, nimmt automatisch am nachfolgenden Wettbewerb teil. Wichtig ist nur, dass Fotos zur Anlage beigelegt werden, erklärte Grischke. Sie dienen einer Jury als Orientierungshilfe. Aus mindestens acht Personen wird diese Jury bestehen, und besetzt ist sie mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft, einem heimischen Architekten (der jeweils neu ausgelost wird), dem Bezirksheimatpfleger, der Kreisheimatpflegerin, dem Gebietsreferent für Denkmalpflege und anderen.

"Eltern noch heute stolz"

Der Goldene Ammonit scheint mehr zu sein, als nur eine motivierende Plakette, die der Ausgezeichnete an sein Haus, oder an einen umgestalteten Industriebau anbringen kann. Landrat Christian Meißner, der moderierend durch die Pressekonferenz führte, erzählte in diesem Zusammenhang von seinen Eltern, die einst selbst ausgezeichnet wurden und noch heute, Jahre später, stolz auf den Gewinn dieses Wettbewerbs seien.
Historische Gebäude, Neubauten, Industriebauten - das sind die drei allgemeinen Gliederungen. Die wiederum können dann noch weiter aufgegliedert werden, schließlich ließen sich ja "nicht Äpfel mit Birnen vergleichen", wie Kreisheimatpflegerin Andrea Göldner bemerkte. Mag dem einen Bauherrn vielleicht das äußere Erscheinungsbild glücken, so gelingt dem anderen womöglich eine außergewöhnliche Energie-Effizienz, und wieder einem weiteren Teilnehmer eine besonders sinnvolle behindertengerechte Ausstattung. Darum also zur groben Ausrichtung noch weitere Aufschlüsselungen für die Bewertung.
"Wir haben viele mutige Bauherren, die ausgetretene Pfade verlassen und mit Architekten Neues wagen", so Meißner. An diese richtet sich der Bauherrenpreis.

Wie macht man mit?

Bewerbungsunterlagen gibt es im Landkreis Lichtenfels bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse sowie bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, wie auch im Landratsamt.

Richtlinien und Teilnahme-Unterlagen können auch über die Internetseiten www.landkreis-lichtenfels.de und www.sparkasse-co-lif.de herunter geladen werden.

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