Marktzeuln
Verkehrsführung

Durchfahrt von Marktzeuln für zwölf Wochen gesperrt

Die Durchgangsstraße durch den historische Flecken ist für zwölf Wochen gesperrt und muss umfahren werden. Der Grund: Sanierungsarbeiten an der historischen Mauer.
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Am 22. Juni beginnt die Vollsperrung der Durchgangsstraße Am Flecken in Marktzeuln. Dann beginnen die Sanierungsarbeiten an der historischen Mauer gegenüber des Rathauses.
Das teilte Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (FW) am Mittwoch mit. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum 18. September dauern. In dieser Zeit wird der Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen über die Bundesstraße 303 bei Weidhausen oder über die B 173 bei Redwitz umgeleitet. Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen umfahren den Baustellenbereich über Lettenreuth, Michelau, Trieb und Hochstadt. Vom Staatlichen Bauamt Bamberg gab Ute Becker auf Anfrage bekannt, dass die Planung überarbeitet worden und weitgehend abgeschlossen sei.
Eine Vereinbarung über die Finanzierung sei zwischen der Marktgemeinde um dem Staatlichen Bauamt getroffen worden. Danach wird die Sanierung rund 400 000 Euro kosten. 200 000 Euro investiere das Bauamt, den Rest trage Marktzeuln.
Friedlein Zech erwartet eine großzügige Förderung, schließlich handele es sich um ein bedeutendes Bodendenkmal, dass erhalten werde. "Zusätzlich wollen wir den Gehweg am Rathaus verbreitern und behindertengerecht gestalten", sagte er.
Zwar werde dort die Fahrbahnbreite reduziert, doch stelle das kein Problem dar, weil der "Flecken" in den verkehrsreichen Stunden durch die Ampelschaltung nur in einer Richtung befahrbar sei. Der Parkraum oberhalb des Rathauses erhalte nur eine Stellfläche weniger, sicherte er zu.
Ute Becker erläuterte die Maßnahme, die dringend erforderlich wurde, da die Mauer statisch nicht mehr tragfähig sei. Die historischen Sandsteinfiguren werden restauriert und wieder aufgesetzt. Sie werden zunächst abgenommen und das Geländer entfernt. Anschließend wird hinter der Mauer eine Baugrube ausgehoben und eine Betonstützmauer errichtet. Im Bereich des Portals zum historischen Keller wird die Mauer abgetragen und das Gewölbe mit einer Lastplatte und Verspannungen versehen. Die vordere Front samt Mauerschwachstellen wird gesichert und die Treppe samt Einfassung erneuert.
Auf die Betonstützmauer werden Fundamente für die sieben Sandsteinfiguren aufgesetzt. Der Mauerfuß wird stabilisiert, die Pflasterrinne entfernt und durch einen Ablaufrinne aus Asphalt ersetzt. Der gesamte Bereich oben wird eingegrünt und zum Teil mit einer Hainbuchenhecke bepflanzt.
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