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Marktzeuln
Freischießen

Die Zeulner Schützen lassen's krachen

Der prächtige Festzug ist einer der Höhepunkte des Zeulner Freischießens. Schützen aus Lichtenfels beteiligen sich seit 100 Jahren daran.
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Böllerschützen signalisierten den Auftakt des Festzuges.Fotos. gerda Völk
Böllerschützen signalisierten den Auftakt des Festzuges.Fotos. gerda Völk
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Eine auf der Rodach friedlich dahinschwimmende Entenfamilie ahnte nichts Böses, als sie durch ohrenbetäubende Krach aufgeschreckt wurden: Mit dem Signal der Böllerschützen aus Marktzeuln, Schwürbitz und Lichtenfels startete am gestrigen Sonntag ein besonderer Höhepunkt in der Festfolge des Freischießens, der große Festzug durch den historischen Ort.
Mit den ersten Schüssen setzte sich pünktlich um 14 Uhr der große Festumzug von der Rodachbrücke aus in Bewegung. Er wurde von Fahnenträgern, den Honoratioren des Ortes, der Geistlichkeit und den Mitgliedern der Schützengesellschaft Marktzeuln unter Schützenmeister Klaus Röder angeführt In ihren schmucken Schützenuniformen boten die teilnehmenden Gruppen ein farbenprächtiges Bild.

Von der Rodachbrücke aus ging es an historischen Fachwerkhäusern vorbei zum oberen Tor und schließlich in Richtung altes Schützenhaus. Die Straßenrand stehenden Besucher säumten beinahe die gesamte Strecke zum Festplatz. Immer wieder brandete Beifall auf.
Vier Kapellen, darunter die Hochstadter Blasmusik, die Spielmannszüge aus Schney und Schmölz sowie der Musikverein Marktzeuln spielten zünftige Marschmusik. Neben den Musikvereinen nehmen zahlreiche Schützenvereine und Schützengesellschaften schon seit Jahrzehnten am Festumzug teil. Mit über 100-jähriger Teilnahme dürften die Lichtenfelser Schützen den Rekord halten. Auch bei den "Kinis-Erben", einen Verein der sich der Pflege des kulturhistorischen Erbgutes König Ludwig II. von Bayern verschrieben hat, ist der Schützenumzug in Marktzeuln seit langen ein fester Bestandteil imVereinsleben.Seit gut zwei Jahrzehnten folgt auch eine Abordnung der Wittichenauer St. Sebastiani Schützenbruderschaft dem Zug. "Das ist mittlerweile eine schöne Tradition", sagt Schützenkönig Ludwig Pogoda. Er und seine Schützenbrüder kommen gerne nach Marktzeuln. "Das gute Bier, die freundliche Atmosphäre und die netten Menschen, da passt einfach alles", findet Ludwig Pogoda. In ihrer in Blau und Rot gehaltenen Schützentracht, gekrönt von einem mächtigen weißen Federbusch auf dem Helm, geben die Männer ein prächtiges Bild ab.
Auch die Marktzeulner Ortsvereine reihten sich in den Zug ein. Dieser wurde schon auf dem Festplatz sehnsüchtig erwartet. Und wieder krachten die Böller. Nach dem feierlichen Einzug aller Gruppen begrüßte Schützenmeister Klaus Röder alle Teilnehmer und Gäste und wünschte "ein paar schöne Stunden im Kreise der Zeulner Schützen". Mit dem Coburger Marsch der Blaskapelle Hochstadt wurden die Fahnenträger schließlich verabschiedet.
Danach begann der gemütliche Teil des Festes unter den schattigen Bäumen.
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