Horsdorf
Dorffest

"Horsdorf im Flammen": Die Lauter wird zum Lichtermeer

Ein großartiges Ereignis, zu dem zahlreiche Menschen pilgerten, ist alljährlich das Fest "Horsdorf im Flammen".
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Das Ambiente in der Dorfmitte mit den schönen Fachwerkhäusern passt ohnehin - wenn noch der Lichterschein dazu kommt, ist es perfekt. Foto: Markus Häggberg
Das Ambiente in der Dorfmitte mit den schönen Fachwerkhäusern passt ohnehin - wenn noch der Lichterschein dazu kommt, ist es perfekt. Foto: Markus Häggberg
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Es ist schon ein Dorffest mit allerlei Eigenheiten, dieses "Horsdorf in Flammen". Zum wiederholten Mal fand es statt, zum wiederholten Mal zog es am Samstag wohl mehr als 1000 Besucher an.

Auf das flammende Ereignis des in Licht getauchten Ortes würden manche auswärtigen Besucher sogar ihren Urlaub abstimmen, weil es ihnen so gut gefällt, sagt Peter Donath, der Vorsitzende des ausrichtenden Obst- und Gartenbauvereins Horsdorf-Loffeld.

"Gegen 2 Uhr sind die letzten Besucher heimgegangen", antwortet Donath auf die Frage, wie lange gefeiert worden sei. Im Vorjahr hätten die letzten Besucher gar erst um 5.30 Uhr ihre Zelte abgebrochen.


Schwimmende Lichter

Zu gemütlich ist der Platz an der Lauter, jenem Flüsschen, das von Fackeln gesäumt wird und in dessen Wasser beim Dorffest viele Dutzend Lichter schwimmen. So entstand ein kleines Lichtermeer, zu dem die Menschen im Staffelsteiner Land immer wieder gern pilgern und sich dort zum Feiern niederlassen.

Es sei ein Dorffest, bei dem man sich noch richtig unterhalten könne, beschreibt Peter Donath die Stimmung und das vorherrschende Flair. Ein Grund dafür: "Weil das Fest ohne Musik auskommt - das ist Absicht!" Der romantische Lichtzauber, ein warmer Sommeraben und das Wiedersehen mit Bekannten und Freunden bei guten Speisen und Getränken - das ist das Erfolgrezept der Horsdorfer.


Sitzplätze reichen nicht aus

Immer wieder, so ist die Erfahrung der Veranstalter, schaffen Besucher zu den aufgebauten Bierbankgarnituren zusätzlich weitere Garnituren herbei, um einen Sitzplatz zu bekommen. Doch ohne Zutun gelinge das Dorffest nicht, sagt Peter Donath, denn es sei nicht mit dem bloßen Aufstellen von Lichtern und Fackeln getan.

"Drei Wochen vorher beginnen die Vorbereitungen mit Samstagseinsätzen", erklärt er, was die Horsdorfer tun, um zufriedene Gäste zu bewirten. Bäume müssten gestutzt werden, das Bachbett werde von Algen befreit. Am Ende stehe dann das Illuminieren des Platzes vor der Alten Schule.

Das Dorffest ist nach Ansicht von Peter Donath auch gut geeignet, die Dorfgemeinschaft zu pflegen. "Dadurch halten wir zusammen und kein Einziger im Dorf ist dagegen", sagt der Vorsitzende, der auch die für die Feier bedeutende Rolle der Freiwilligen Feuerwehr Horsdorf beim Organisieren und Vorbereiten hervorhebt.
Weil sich das Fest seit vielen Jahren im Staffelsteiner Land großer Beliebtheit erfreut, führe das zu einem Kuriosum. Peter Donath: "Es gibt Urlauber, die rufen in der Staffelsteiner Touristeninformation an und fragen, wann unser Fest stattfindet. Dementsprechend kommen die her."
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