Die Kinderaktivitäten der evangelischen Gemeinde sind so alt wie die am 10. Oktober 1971 eingeweihte Kirche. Von Anfang an waren Pfarrer, Kirchenvorstand und Mitarbeiter bemüht, für Mädchen und Jungen interessante Angebote zu schaffen und sie somit in das Gemeindeleben einzubinden. Mit der Einführung von Diakonin Katrin Loos in ihr Amt als Regionaljugendreferentin am Sonntag, 30. September, in der Kreuzbergkirche wird ein neues Kapitel der Kinder- und Jugendarbeit aufgeschlagen.
Am Reformationstag 1971, nur drei Wochen nach der Kircheneinweihung, wurde der sonntägliche Kindergottesdienst aus der Taufe gehoben. In den folgenden Jahren gesellten sich Familiengottesdienste, kinderfreundliche Hauptgottesdienste sowie Krabbelgottesdienste für die Jüngsten hinzu. Es wurden Mutter-Kind-Gruppen und ein Kinder-Singkreis ins Leben gerufen, ebenso fröhliche wie aufregende Kinder-Zeltlager abgehalten und das Taufgedächtnis für Kinder eingeführt. Großer Beliebtheit erfreuen sich die jährlichen Kinderbibelwochen und Kinderbibeltage. Seit Oktober 2006 schmückt ein von jungen Christen gestalteter Kinder-Altar den Saal des evangelischen Kreuzberg-Gemeindezentrums.
Im Gemeindeleben fest etabliert sind die Aktivitäten des Kinderkreises, der heuer 41 Jahre alt wird. Die Anfänge reichen zurück in das Jahr 1971, als Katechetin Gerlinde Jachmann begann, die Mädchen und Jungs der ersten bis vierten Klasse zu wöchentlichen Kinderstunden in das Gemeindezentrum einzuladen. Daraus entwickelte sich ein Kinderkreis, der bei den jungen Gemeindemitgliedern gut ankam. Jugendliche unterstützten Jachmann bei der Betreuung der Kleinen. Die alljährlichen Weihnachtsfeiern, zu denen in der Regel weit über 100 Kinder kamen, sind bis heute einsame Höhepunkte geblieben.
Nach dem Tod von Gerlinde Jachmann kümmerten sich zunächst Mitarbeiter der Kirchengemeinde um den Kreis. Von 1989 bis 2000 betreuten die Religionspädagogen Volker Strebel, Christine Kranz, Barbara Hegner, Harald Rautenstrauch und Susanne Pühl, die in der evangelischen Gemeinde ihren zweijäh-rigen Vorbereitungsdienst absolvierten, die Kindergruppe. Sie bauten das Angebot nicht nur weiter aus, sondern drückten mit vielfältigen Aktivitäten und Ideen dem Kreis auch ihren ganz persönlichen Stempel auf. So war es Barbara Hegner, die der Kindergruppe 1994 den Namen "Pfiffige Kids" gab.
Neben den Religionspädagogen haben sich auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde, und dabei vor allem junge Leute, um die Kinderarbeit verdient gemacht. Aus den "Pfiffigen Kids" wurde vor einigen Jahren der "Kids-Club". Thomas Fischer, der von September 2007 bis August 2008 in der Altenkunstadter Kirchengemeinde ein freiwilliges soziales Jahr absolvierte, rief einen "Kids-Club"-Chor und die Gruppe der "Kids-Club-Bibelentdecker" ins Leben.
Von September 2005 bis Oktober 2011 leitete Jugenddiakonin Judith Hanke die Kinderaktivitäten der evangelischen Kirchengemeinde. Die "Langen Kinder-Kirchen-Nächte" mit Übernachtung im Gotteshaus, die Kinderbetreuung am schulfreien Buß- und Bettag und die einwöchigen XL-Ferienfreizeiten werden unvergessen bleiben.
Am 1. November 2011 trat Hanke ihr neues Amt als Dekanatsjugendreferentin im mit-telfränkischen Gunzenhausen an. Seitdem kümmern sich Katharina Hahn sowie Sabine und Anna Krausche um die Jüngsten der Kirchengemeinde. Naturkundliche Lehrwanderungen, Bastel- und Spielnachmittage sowie Kochkurse kommen bei den Kindern gut an.
Mit neuen Ideen will Diakonin Katrin Loos künftig die Kinder- und Jugendarbeit bereichern. Der Zuständigkeitsbe-reich der Regionaljugendreferentin umfasst die Kirchengemeinden Altenkunstadt/Strössendorf, Burgkunstadt, Redwitz/Obristfeld und Mitwitz.
Bei einem Festgottesdienst am Sonntag, 30. September, in der Altenkunstadter Kreuzbergkirche wird Dekan Johannes Grünwald aus Michelau die junge Geistliche in ihr neues Amt einführen. Alle Gemeindemitglieder sind dazu eingeladen. Die Feier beginnt um 14 Uhr. bk