Lichtenfels
Gedenken

Des großen LichtenfelsersThomas Dehler 48. Todestag

FDP-Politiker aus ganz Franken und die Stadt würdigten die Verdienste eines großen Liberalen und Lichtenfelsers.
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Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, der FDP-Landesvorsitzende Albert Duin, die Staatssekretärin a. D. Katja Hessel und Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung (von links), gedachten des 48. Todestages des großen liberalen Politikers Thomas Dehler, der in Lichtenfels geboren und beerdigt wurde. Foto: Alfred Thieret
Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, der FDP-Landesvorsitzende Albert Duin, die Staatssekretärin a. D. Katja Hessel und Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung (von links), gedachten des 48. Todestages des großen liberalen Politikers Thomas Dehler, der in Lichtenfels geboren und beerdigt wurde. Foto: Alfred Thieret
Anlässlich des 48. Todestages von Thomas Dehler versammelte sich am Sonntagabend in Anwesenheit der Zweiten Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU) eine große FDP-Delegation am Grab des großen liberalen Politikers, darunter fast alle oberfränkischen Kreisvorsitzenden mit der heimischen Vertreterin Irmgard Nehmzow an der Spitze.
Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, erinnerte an den Werdegang und die Verdienste des am 14. Dezember 1897 in Lichtenfels geborenen und am 21. Juli 1967 verstorbenen Thomas Dehler. Er stellte ihn als einen der prägenden Persönlichkeiten der oberfränkischen Liberalen heraus. Der Jurist sei als Mitbegründer der bayerischen FDP und als Mitglied des Parlamentarischen Rates einer der Väter der Bayerischen Verfassung und des Grundgesetzes gewesen und habe sich als erster Bundesjustizminister (1949-1953) im Kabinett Adenauer große Verdienste beim Aufbau des Rechtsstaates erworben.
Er sei geradlinig und unverbogen gewesen und habe auch unter Druck seine Überzeugung nicht aufgebeben.
Albert Duin, Landesvorsitzender der Bayern-FDP, erinnerte an eine Maxime von Thomas Dehler: "Liberal sein, heißt auch mutig sein." Dehler habe stets konsequent seine Meinung vertreten und seinen Widersachern die Stirn geboten. Er könne auch heute noch Vorbild sein, denn wer seine Wurzeln nicht kenne, könne die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten. Thomas Dehler habe in der FDP sowohl auf Landes- als auch Bundesebene wichtige Beschlüsse mit erarbeitet und somit das Erscheinungsbild der FDP wesentlich geprägt, betonte die ehemalige Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium, Katja Hessel. Es sei nur dann jemand richtig tot, wenn er vergessen werde, und Thomas Dehler wird nicht vergessen, unterstrich die mittelfränkische FDP-Politikerin voller Überzeugung. Sabine Rießner stellte als Vertreterin der Stadt den Lichtenfelser Ehrenbürger als großen Franken heraus, der sich Fremden gegenüber gerne als "Dehler von Lichtenfels" vorstellte, was sein tiefes Heimatbewusstsein bezeugt habe. Neben der FDP Oberfranken und der Thomas-Dehler-Stiftung gedachte auch die Stadt, die ja das ganze Jahr über für die Pflege des Grabes sorgt, mit einem Kranz ihres berühmten Bürgers.
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