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Lichtenfels
Florianstag

Der Mut des Heiligen Florian ist das Vorbild für alle, die helfen wollen

Traditionell feierten die 24 Feuerwehren des Stadtgebietes den Namenstag ihres Schutzheiligen Florian am Samstag mit einem Gottesdienst.
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Die Seubelsdorfer Kinderfeuerwehr führte den Festzug an. Foto: A. Thieret
Die Seubelsdorfer Kinderfeuerwehr führte den Festzug an. Foto: A. Thieret
Die Feier begann am Samstagabend mit einem von Pfarrer George Thottankara gehaltenen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Heilige Familie. Der Pfarrer erzählte kurz die Lebensgeschichte des Heiligen, der einst als hoher Staatsbeamter in St. Pölten in der damaligen römischen Provinz Noricum (Oberösterreich) lebte und sich für Christen einsetzte, die zur Zeit der großen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns, eingekerkert waren.
Dabei wurde er am 4. Mai 304 selbst gefangen, in die Enns geworfen und ertränkt. Florian habe an die rettende Liebe Gottes geglaubt, sei für sein Glaubenszeugnis verfolgt worden und habe seinen Mut mit dem Leben bezahlt, betonte der Pfarrer.
Der Heilige Florian sei zwar eine historisch belegte Person gewesen, habe aber eigentlich mit Brand und Feuersbrunst gar nichts zu tun gehabt. Durch sein Ertränken sei er der Legende nach zum Wasserheiligen und über das Wasser als Hauptlöschmittel zum Schutzpatron der Feuerwehren geworden. Man sollte sich seinen Ausspruch zu Herzen nehmen, den er gegenüber dem römischen Statthalter äußerte, der ihn verurteilte: "Du hast zwar Gewalt über meinen Körper, meine Seele aber kannst du nicht berühren, sie ist in der Hand Gottes".
Auch beim Gottesdienst haben Feuerwehrleute mitgewirkt. So hat die Zweite Vorsitzende der Seubelsdorfer Wehr, Elvira Lorenz, die Lesung verkündet, während einige Mitglieder der Jugendwehr die Fürbitten vortrugen. Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die Floriansjünger zusammen mit dem Pfarrer, der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner, Bürgermeister Andreas Hügerich, Zweiten Bürgermeisterin Sabine Rießner, Drittem Bürgermeister Winfried Weinbeer, dem Feuerwehrreferenten Roland Lowig und der Kreisbrandinspektion mit dem Kreisbrandrat Timm Vogler an der Spitze in einem langen Zug unter der Begleitung der Blaskapelle Schwürbitz zum Feuerwehrhaus, wo sich das große Festzelt schnell füllte.
Der Vorsitzende der Seubelsdorfer Wehr, Thomas Löffler, freute sich zusammen mit dem Kommandanten Stefan Kraus über die große Beteiligung der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet, während Melanie Kraus die 16 Buben und Mädchen der erst im November 2016 gegründeten Kinderfeuerwehr vorstellte. Die "Seubelsdorfer Brandmasterla" hätten bereits bei ihren monatlichen Treffs mit ihr und dem Jugendwart Kevin Kühn mehrere Aktionen durchgeführt, wie etwa zur Weihnachtszeit Plätzchen gebacken, die Stadtfeuerwehr besucht und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert.
Kreisbrandrat Timm Vogler stellte heraus, dass es im Landkreis nun schon 18 Kinderfeuerwehren mit knapp 250 Kindern gebe. Er wünschte allen Feuerwehrleuten Kraft, Mut und Zuversicht zur Ausübung dieses wichtigen Ehrenamtes.
Der Bürgermeister Andreas Hügerich bedankte sich bei allen Aktiven, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen, um für die Bürger da zu sein, wenn diese in Not sind. Neben dem Engagement sei ein gutes Miteinander wichtig und die Bereitschaft, die Jugend für diesen Gemeinschaftssinn zu begeistern.
Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner zollte den Feuerwehrleuten Respekt und Anerkennung. Es sei beeindruckend, wie viel Engagement für das Ehrenamt es im Landkreis und in ganz Bayern gebe.

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