Seit 2002 gibt es den "Tag der Regionen". In diesen Jahr stand er unter dem Motto "Das Leben im Dorf lassen". Anton Reinhardt von der Kreisgruppe Lichtenfels des Bundes Naturschutz freute sich, dass die Familie Gründel sich bereit erklärte, ihren Biobetrieb der Öffentlichkeit im Rahmen einer Hofführung vorzustellen.
Der "Tag der Regionen" will umweltverträgliches Wirtschaften in regionalen Kreisläufen aufzeigen und damit auch die heimische Wirtschaftskraft stärken. "Mit dem Aktionstag sollen auch kleine, regionale Aktivitäten zum Vorschein kommen", unterstrich Reinhardt.
Klaus Gründel hat im Alter von 23 Jahren im Jahr 1997 den Hof seiner Eltern mit 16 Kühen und 18 Hektar Fläche übernommen. "Für mich war von Anfang an klar: wenn Landwirtschaft, dann bio", erzählte Gründel. Heute ist der Krögelhof ein Vorbild für jene Betriebe, die ebenfalls auf biologische Landwirtschaft umstellen wollen. Seine Entscheidung hat Klaus Gründel nie in Frage gestellt. Die Biolandwirtschaft sei keine nostalgische Landwirtschaft, sondern zukunftsträchtig und modern.
1999 baute der Landwirt einen neuen Milchviehstall, der als sogenannter Tretmiststall konzipiert ist. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft erhalten die Kälbchen keine Milchaustausch-Produkte, sondern vom Tag ihrer Geburt an drei Monate lang Milch. Die Milchleistung liegt im Stalldurchschnitt bei 6700 Kilogramm pro Tier und Jahr und damit niedriger als in der konventionellen Milchviehhaltung. Da dieTiere länger leben, relativiert sich dieser "Nachteil".