Laden...
Michelau
Motorrad-Fans

"Büffel" auf zwei Rädern

Der "Büffel stammtisch Lichtenfels" richtete in Michelau das internationale "Wasserbüffel"-Treffen 2013 aus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch diese 1000er Walter mit vielen Extras wurde bestaunt. Fotos: K. Gagel
Auch diese 1000er Walter mit vielen Extras wurde bestaunt. Fotos: K. Gagel
+4 Bilder
"Achtung Büffel!" Das Warnschild an der Engstelle der Zufahrt zur Kellerwirtschaft mag am vergangenen Wochenende manchen ortsunkundigen Wanderer irritiert haben. Doch statt eines dumpfen Blökens vernahm man nur ein dumpfes Grollen, und statt der Ausdünstung von Rind und Kuhdung lag der Geruch von Benzin und Motoröl in der Luft. Ein Wochenende lang wurde dem "Büffel stammtisch Lichtenfels" die Ehre zuteil, das internationale Wasserbüffel-Treffen 2013 auszurichten. Und was hätte besser zu dieser urigen Veranstaltung gepasst als die Waldwiese und die Michelauer Kellerwirtschaft, wo die Motorrad freunde aus ganz Europa drei, oder vier Tage lang fröhliche Urstände feierten?

Bis aus Schweden angereist

Weit über 100 "Wasserbüffel" nahmen an dem Treffen teil, wobei auch Biker anderer Marken innerhalb der großen Suzuki-Gemeinde gern gesehen waren.
Aus Schweden, Norwegen und der Schweiz waren die auswärtigen Fahrer gekommen. Aus Norddeutschland, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Kassel und Kelheim waren die deutschen Motorradfreaks angereist. Sie alle eint ein Hobby: die Begeisterung für die Marke Suzuki, und hier ganz besonders die Liebe zu den Zweitaktern und Wankelmaschinen mit ihrem querliegenden Wasserkühler.
Die liebevolle Bezeichnung "Wasserbüffel" ist durchaus treffend gewählt: Bullig und kraftstrotzend kommen die Maschinen daher, und mit dem teilweise hochgezogenen Lenker assoziiert man auf den ersten Blick die ausladenden Hörner wilder Wasserbüffel.
Der klassische Vertreter ist die Suzuki GT 750, ein Motorrad mit wassergekühltem Dreizylinder-Zweitaktmotor. Die meisten dieser Motorräder stammen aus den Jahren von 1972 und 1979. Zu den Modellvarianten zählen die GT 550, die GT 380 und die Suzuki RE Wankel.

Liebhaberpreise zu veranschlagen

Viele dieser Motorräder haben heute Seltenheitswert, oder wurden von ihren Besitzern zu Unikaten "aufgemotzt" für die allenfalls Liebhaberpreise zu veranschlagen sind.
Auch was die PS-Zahlen anbelangt, scheinen einige der zumeist älteren Knaben nicht genug bekommen zu können. Da werden die 750 Kubikzentimeter aufgebohrt auf 1000 Kubik einer 1000er Walter mit zahlreichen Extras. Bewundernde Blicke galten aber auch einer orangefarbenen Honda CBX Seis mit einem geschätzten Wert von rund 20 000 Euro.
An der Prämierung der besten Maschinen durften die "Gäste" allerdings nicht teilnehmen. Hier kam es auf den Zustand der besten Suzukis und ihre Originaltreue an.

Andreas Issel hat die Schönste

Den schönsten "Wasserbüffel" präsentierte nach Meinung der kompetenten Jury Andreas Issel aus Kolitzheim (Landkreis Schweinfurt) mit seiner aufs Feinsten hergerichteten Maschine. Die schönste RE5 war eines der seltenen Bikes mit Wankelmotor. Dessen Besitzer, Gunnar Bakken, war eigens per Achse aus Norwegen angereist. Auf die schönste GT 750 konnte Wolfgang Gerlach stolz sein.
Zahlreiche weitere Maschinen und Teilnehmer wurden ausgezeichnet, so der älteste Teilnehmer, Alfred Wilke, oder Geiv Amundsen aus Norwegen, der mit 1036 Kilometern die weiteste Anreise hatte.
Die auf ein hohes Drehmoment ausgelegten "Wasserbüffel" sind heute noch bei Tourenfahrern beliebt, und so nutzten die meisten Biker die Gelegenheit, mit ihren Maschinen die nähere und weitere Umgebung zu erkunden. Eine kleine Tour zur Altstadtbesichtigung in Seßlach stand dabei ebenso zur Auswahl wie die große Tour in den Thüringer Wald, wo der Rennsteig zum Cruising lockte.

Gemeinschaftserlebnis

Bei flotter Fahrt durch die fränkische Landschaft ließen sich im Fahrtwind sogar die tropischen Temperaturen besser ertragen, und so machten zahlreiche Biker in größeren, oder kleineren Trupps von den Ausfahrmöglichkeiten Gebrauch.
Ein abschließendes Gemeinschaftserlebnis vermittelte auch die lange Samstagnacht bei bester Bewirtung im Biergarten der Kellerwirtschaft und einer fulminanten Party mit der Liveband Rock Tonic. Die Band mit ihrer sympathischen Sängerin Jeni hatte genau die richtigen Songs im Gepäck, um die Biker-Gemeinde in beste Stimmung zu versetzen.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren