Lichtenfels
Feuer

Jahresrückblick: Brandruinen und Schicksale

Ein Großbrand zum Jahresanfang zerstörte ein landwirtschaftliches Anwesen in Reundorf. Im November forderten zwei Großbrände die Feuerwehren heraus.
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Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig am 3. Januar in Reundorf. 20 Tiere starben in den Flammen. Foto: Stefan Johannes
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig am 3. Januar in Reundorf. 20 Tiere starben in den Flammen. Foto: Stefan Johannes
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Ein verheerendes Feuer zerstörte in der Nacht zum 4. Januar ein landwirtschaftliches Anwesen in Reundorf. 20 Tiere starben in dem Bullenmaststall, 13 konnten herausgeholt und anderswo untergebracht werden. Die Pensionsgäste und Inhaber des benachbarten Gasthofes dürften die Nacht zum Jahresanfang so schnell nicht vergessen: Sie mussten ihre Zimmer verlassen und in der Maintalhalle ausharren, bis ein Übergreifen der Flammen ausgeschlossen und ihre Sicherheit wieder gewährleistet war. Rund 250 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Bei der Brandursache wurde von einem technischen Defekt ausgegangen. Die Schadenssumme dürfte über den zunächst angenommenen 200 000 Euro liegen. Von dem Fachwerkbau steht immer noch eine Ruine. Der Pächter des Hofes hofft auf einen Wiederaufbau, doch da er nicht der Eigentümer ist, sind ihm die Hände gebunden.


Drei Großbrände im November

Nach dem Großbrand einer Hackschnitzelanlage in Schwabthal am 13. September forderten drei Großbrände in den letzten Monaten des Jahres die Feuerwehren, die insgesamt übrigens zu 70 Löscheinsätzen ausrückten: Am 13. November musste nach einem technischen Defekt eine Biogasanlage in Buch am Forst gelöscht werden. Auf eine Viertelmillion Euro wurde der Schaden geschätzt. Schon einen Tag später wurde in Altenkunstadt ein Pferde- und Ziegenstall Raub der Flammen. Die sechs Tiere konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Auf mindestens 50 000 Euro wurde der Sachschaden geschätzt. Die Ermittlungen zur Ursache waren im Dezember noch nicht abgeschlossen.
Wieder auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist das Feuer, das am 23. November die Lagerhalle eines Gartenbaubetriebs in Altenkunstadt samt Fahrzeugen und Ausrüstung total zerstörte. Der Schaden liegt im Millionenbereich.


Feuer gelegt in Wallenstadt

Ein Brandstifter hielt vom 19. Mai an bis Ende Juli die Bewohner von Ober- und Unterwallenstadt in Anspannung. Mal brannte ein leerstehendes Haus, dann Schuppen, Scheunen oder der Holzsteg eines Bootshauses. An einem geparkten Lkw wurde ebenfalls gezündelt; der Qualm vom Holzstapel im Keller eines Mehrfamilienwohnhauses wurde glücklicherweise rasch entdeckt. Einige Leute waren während dieser beunruhigenden Serie, die sich stets an Wochenenden fortsetzte, sogar Streife gelaufen. Durch Spuren an den Tatorten und Zeugenaussagen überführte die Polizei schließlich einen 39-jährigen Lichtenfelser, der sich geständig zeigte.
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