Burgkunstadt
Abschlussabend

Beim Burgkunstadter "Abinopoly" gewannen alle

Die Abiturienten zeigten, was sie in Sachen künstlerischer Kreativität draufhaben.
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Ein Hauch von Chippendales: die Männertanzgruppe des Abitur-Jahrgangs  Foto: Stephan Stöckel
Ein Hauch von Chippendales: die Männertanzgruppe des Abitur-Jahrgangs Foto: Stephan Stöckel
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"Money, Money Money" hallte es durch die Obermainhalle und Geldscheine regneten auf die Zuhörer herab. Materiell reich wurde beim musischen Abend des Abiturjahrgangs niemand, aber geistig durchaus. Die Schüler ließen noch einmal ihrer Kreativität freien Lauf.
Nachdem der Abischerz in diesem Jahr wegen des Regens sprichwörtlich ins Wasser gefallen war, gaben die Abiturienten am Donnerstagabend unter dem Motto "Abinopoly" Vollgas. "Ich bin immer wieder erstaunt, was die jungen Leute alle Jahre auf die Beine stellen", lobte Oberstufenbetreuerin Ingelore Dück. Selbst Schüler, die in den vergangenen Jahren eher bequem gewesen seien, hätten sich nach dem Abi-Stress noch einmal aufgerafft, um ihr Bestes zu geben. Die Schüler hatten in Eigenregie den bunten Abend aus faszinierender Animation, frecher Poesie, flottem Tanz und fröhlicher Musik, auf die Beine gestellt.


Moderator mit Zylinder

Als "Regisseur" fungierte Frank Jäger aus Weismain. "Wir wollen noch einmal zeigen, welche Kreativität in uns steckt. Der Abend ist aber auch ein Dank an alle Lehrer, Eltern, aber auch Mitschüler, die uns begleitet haben", sagte der 18-Jährige. Apropos Mitschüler: Pennäler aus den elften Klassen hatten für Speis' und Trank gesorgt, für die Kurzweil die 67 Schüler aus der zwölften Jahrgangsstufe. Im Stile eines Monopoly-Spiels, das bei ihnen "Abinopoly" hieß, hatten sie noch einmal verschiedene Phasen ihres schulischen Lebens anhand ihrer Darbietungen durchschritten. Auch der Monopoly-Mann durfte nicht fehlen: Fynn Partheymüller hatte sich den Zylinder aufgesetzt und führte als Moderator souverän durch das Programm.
Der Besuch eines Poetry-Slams während der Berlin-Fahrt vor ein paar Jahren gab den Anlass zu dem urkomischen "Güllelied", mit dem Partheymüller, unterstützt von Martin Stöcker, Frank Jäger und Joshua Wohlleben, die Lachmuskeln der Besucher strapazierte. Der Deutsch-Unterricht lieferte die Vorlage für die witzigen Anmachsprüche des Heinrich Faust, die Dominik Groh vortrug. Ob Thriller, Macarena oder Twist - die gemischte Tanzgruppe des Abi-Jahrgangs beherrschte fast jeden Reigen. Das stellte sie in ihrem Tanzmedley eindrucksvoll unter Beweis. Eine Herrentanzgruppe stolzierte als "Chippendales vom Gymnasium Burgkunstadt" über die Bühne. Nicht etwa, um am Schluss blankzuziehen, sondern dem Publikum den Rücken zu kehren - ganz bewusst. Auf jedem Rücken stand ein Buchstabe, die zusammen die Wort- und Zahlenkombination "Abi 2017" ergaben.
Carina Bergmann, Leon Löppert und Adrian Weich hatten sich zum Steven-Wilson-Song "The Raven That Refused To Sing" ein pfiffiges Animationsvideo einfallen lassen, das die Zuschauer faszinierte. Ihr instrumentelles Können stellten die Pianisten Johannes Dück, Joshua Wohlleben und Adrian Zapf sowie die Gitarristen Dominik Groh, Frank Jäger, Khaled Jakob und Juliane Sünkel unter Beweis. Mit romantisch-wehmütigem Gesang verzauberten Annika Jäger, Juliana Karlisch und Eva Partheymüller.
Ein fideler Lehrerchor rief den Abiturienten in einer umgeschriebenen Version des Reinhard-Mey-Klassikers "Über den Wolken" ("Nach eurem Abi") zu: "Macht die Welt zum besseren Ort", um anschließend seufzend zu bekennen: "Wir werden euch vermissen." Die musikalische Antwort folgte auf dem Fuße. Der Abiturientenchor warf in seiner Version des "Ärzte"-Klassikers "Junge" zunächst einen ironischen Blick auf die vergangene Jahre, um dann zu einem versöhnlichen Ende zu gelangen: "Wir danken allen Lehrern, Ihr wart die allerbesten, wir mochten euch so gern."
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