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Asylbewerber: "Landkreis Lichtenfels hat seine Quote erfüllt"

Wenn die neue Weismainer Unterkunft belegt ist, kann der Landkreis Lichtenfels vorerst einen Haken unter die Aufnahme von Asylbewerbern machen.
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Sicherheitsfunktion: Wie Hermann Schubert (Vierter von rechts) beim Rundgang erläuterte, können die Kochstellen in der Gemeinschaftsküche nur dann bei geschlossener Türe in Betrieb genommen werden.
Sicherheitsfunktion: Wie Hermann Schubert (Vierter von rechts) beim Rundgang erläuterte, können die Kochstellen in der Gemeinschaftsküche nur dann bei geschlossener Türe in Betrieb genommen werden.
"Mit den zwei Einrichtungen in Lichtenfels und den zwei in Weismain hat der Landkreis Lichtenfels Stand heute seine Quote erfüllt", erklärte der für Flüchtlingsbetreuung und Integration zuständige Regierungsamtrat Hermann Schuberth am Rande der Einweihung.

Demnach will sich die Regierung verstärkt um Wohnmöglichkeiten in anderen oberfränkischen Landkreisen kümmern, die bisher nur wenige Flüchtlinge aufgenommen haben, kündigte Schuberth an, der zudem plant, die derzeit dezentral untergebrachten Asylbewerber im Lichtenfelser Gebiet in absehbarer Zeit in die Gemeinschaftsquartiere aufzunehmen.

Um welche Landkreise es sich dabei handelt, wollte Abteilungsleiter Stefan Krug nicht verraten: "Es wäre falsch, mit dem Finger auf manche Kreise zu zeigen. Wir wurden von den Entwicklungen in den vergangenen Monaten überrollt, mussten bei den Unterkünften quasi nehmen, was wir kriegen konnten."

Im Gespräch mit Kristin Greifzu, zuständig für Soziales am Landratsamt, ließ Krug allerdings durchblicken, dass die geforderte Aufnahmezahl nach oben korrigiert werden könnte, wenn der Flüchtlingsstrom weiter zunimmt. Greifzu zufolge sind derzeit landkreisweit 300 Asylbewerber untergebracht, das für bis zu 90 Flüchtlinge vorgesehene zusätzliche Weismainer Heim noch nicht eingerechnet. Dort wird laut Hermann Schuberth in den nächsten vier bis acht Wochen die Möblierung erfolgen, parallel dazu sollen die Bewohner einquartiert werden. Die ersten zehn treffen bereits in dieser Woche ein, nachdem eine Unterkunft kurzfristig weggefallen ist.
Vom frisch einweihten Gebäude am Ortsrand der Jurastadt zeigten sich die beiden Regierungsvertreter begeistert: "Super. So etwas haben wir bisher nicht", urteilte Hermann Schuberth. Zusammen mit der Unterkunft in Bamberg sei das neue Gebäude zurzeit das beste Asylbewerberheim in Oberfranken.

Die freundliche Farbgebung, die Barrierefreiheit im Erdgeschoss, "Isolierzimmer" mit Sanitärbereich für Kranke oder Verletzte und die angemessene Dimensionierung der Abwasserleitungen seien nur einige Pluspunkte, die der Neubau gegenüber einem bestehenden Haus habe.
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