Lichtenfels

Arbeiten am Lichtenfelser Bahnhof: ohne Fleiß kein Gleis

Derzeit laufen umfangreiche Erneuerungsarbeiten rund um den Bahnhof. Die Bahn bittet Anwohner um Verständnis.
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Ein Kranwagen transportiert tonnenschwere Gleis-/Schwellenelemente zum festgelegten Sammelpunkt. In der Bildmitte grüßen von der Ferne historischer Wasserturm und Kloster Banz. Foto: Klaus Oelzner
Ein Kranwagen transportiert tonnenschwere Gleis-/Schwellenelemente zum festgelegten Sammelpunkt. In der Bildmitte grüßen von der Ferne historischer Wasserturm und Kloster Banz. Foto: Klaus Oelzner
Bedingt durch die Totalsperrung zwischen Bad Staffelstein und Hallstadt/Bamberg sind ICE/IC-Fernverkehrsverbindungen noch bis Anfang September gestrichen und Regionalzüge aus Richtung Süden auf den inzwischen gut eingespielten Schienenersatzverkehr umgestellt. Die für Betrieb und Unterhaltung der Gleisanlagen zuständige DB-Tochter Netz nutzt die Gunst der Stunde für umfangreiche Gleiserneuerungen im Bereich des Korbstadtbahnhofs.
Auf rund 1500 Meter Streckenlänge der bis nach Hof/Saale führenden früheren Ludwigs- Süd-Nord-Bahn werden insgesamt acht Weichenverbindungen ausgetauscht sowie 13 500 Tonnen Schotter, 7700 Schwellen und 9250 Meter Schienen erneuert. Betroffen sind die abschnittsweise für den Schienenverkehr gesperrten Bahnsteig-gleise 3 und 5 (überwiegend Fernverkehr und Güterzug-durchfahrten) sowie Gleis 6.
Außerdem werden fünf früher für den Güterzugverkehr wichtige Durchgangsgleise vor dem Stellwerk in die Arbeiten eingebunden und zwei davon für den Betrieb entbehrliche Weichen ersatzlos rückgebaut.


Die Bahn bittet um Verständnis

Alle Gleis- und Weichenerneuerungen führen beauftragte Fremdfirmen im konventionellen Verfahren durch. Für den Mehrwegeinsatz (Straße und Schiene) geeignete fahrbare Kranwagen arbeiten vom Nachbargleis aus. Die auf "handliche Zehn-Meter-Stücke" vorbereiteten Schienen werden ein-schließlich Schwellen auf kurzen Wegen transportiert und gestapelt. Bagger verladen anfallenden Schotter zum Abtransport auf bereitstehende Spezialwagen. Insbesondere in der Nähe von Signalanlagen und Kabelverbindungen ist besondere Vorsicht angesagt, bis neuer Schotter angeliefert und verteilt, sowie Schienen und Weichen - voraussichtlich bis Ende Juni - wieder eingebaut, mittels Spezialfahrzeugen gestopft und verschweißt sind.
"Die Umbaumaßnahmen sind aufgrund des hohen Alters der stark genutzten Anlagen notwendig. Nach Abschluss der Baumaßnahme können die Züge auf modernisierten Bahnanlagen sicher und reibungslos verkehren", kommentiert DB Netz die kostenintensiven Arbeiten. Bis dahin müssen Anlieger allerdings noch manche Erschwernis, Geräuschbelastung und Unannehmlichkeit in Kauf nehmen. Bei Bedarf sind Bauarbeiten sogar während der Nachtzeit nicht auszuschließen. Dafür bittet die Deutsche Bahn um Verständnis. kos

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