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Lichtenfels
Marktschreier

Appetit auf Einkaufen machen

Die Händler vom Hamburger Fischmarkt auf Tour sind wieder in Lichtenfels zu Gast. Ihr Ziel ist es, ihre Ware vom Lkw herunter an den Mann zu bringen - und mehr Leute in die Stadt. Sie arbeiten daran lautstark.
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Immer noch eins drauf packen - das ist die Verkaufsstrategie von den mobilen Händlern.
Immer noch eins drauf packen - das ist die Verkaufsstrategie von den mobilen Händlern.
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"Am Freitag stehen mehr Leute auf dem Podest, als potenzielle Käufer auf dem Lichtenfelser Marktplatz", sagt Thorsten Mey. Seit Freitag sind die Jungs vom Hamburger Fischmarkt auf Tour wieder in der Korbstadt. Bei der offiziellen Eröffnung mit Vertretern der Werbe- und Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt" Lichtenfels auf dem Podest eines Verkaufswagens ist es so ruhig wie alle Jahre zuvor. Für Thorsten Mey und seine Jungs dennoch kein Grund zur Sorge. "Wenn du am Sonntag kommst, dann kannst du über die Köpfe der Leute laufen, ohne dass du in ein Loch fällst", weiß der Marktschreier aus Erfahrung. "Der Sonntag ist einfach spektakulär", sagt er.
Heuer sind die Marktschreier zum achten Mal in der Korbstadt. Bis Sonntagabend werden sie um die Gunst des Lichtenfelser Publikums buhlen.
Auf dem Programm stehen auch diesmal wieder Wettbewerbe wie Bierkrug-Stemmen (Samstag, 14 Uhr) und Nachwuchs-Marktschreien (Samstag, 16 Uhr). Allerdings werden die Wettbewerbe in Lichtenfels, im Gegensatz zu anderen Städten, nicht besonders gut angenommen. Eigentlich gar nicht. Bislang fand sich noch niemand, der einen Maßkrug stemmen, geschweige denn auf einem der Lkw den Marktschreiern Konkurrenz machen wollte. "Ich versteh' das nicht", sagt Thorsten Mey. Der Rekord im Bierkrug-Stemmen liegt bei sechs Minuten und 32 Sekunden. Dabei lohnt es sich, mitzumachen, denn jeder, der sich traut, erhält eine Fischmarkt-Tüte seiner Wahl im Wert von zehn Euro. Gut dagegen wird das traditionelle maritime Frühstück am Sonntag angenommen. Da gibt es von 11 bis 11.30 Uhr Freibier und Matjes aus der Hand.

Mildere November

Bislang war für die Marktschreier Lichtenfels die letzte Station der Saison. Seit einigen Jahren ist das anders. Der Grund ist das oft noch milde Wetter im November. "Sonst sind Mitte November schon die Wasserschläuche eingefroren", erinnert sich Mey. Nach der Korbstadt stehen noch Neu-Ulm und Nördlingen auf dem Programm. In der Adventszeit haben die Marktschreier erst einmal Pause. Ein lautstarkes Anpreisen der Waren würde auch nicht in die besinnliche Zeit passen.
Arbeitslos wird Thorsten Mey deshalb noch lange nicht. "Im Dezember und Januar beginnen schon die Tour-Planungen für 2015 und 2016. Die Tour-Planung für 2014 ist schon längst unter Dach und Fach.
Thorsten Mey und seine Jungs sind gerne in Lichtenfels. Im Laufe der Jahre haben sie sich einen festen Kundenstamm erobert. Ihre Art, wie sie Wurst, Käse, Nudeln, Fisch und Süßwaren an den Mann oder die Frau bringen, kommt gut an. Und dass einmal die Ware ausgehen könnte, diese Befürchtung besteht nicht. "Dafür besitzen wir Erfahrungswerte aus den Vorjahren", sagt Mey. Wenn dann doch ein Engpass droht, dann wird der Nachschub bis spätestens zum nächsten Verkaufstag geliefert. Und dann ist da noch die besondere Art, mit denen die Händler ihre Waren anpreisen. Ihre Späße sind über den ganzen Marktplatz zuhören. Immer wieder bleiben die Leute stehen und hören zu. Richtig rund wird es, wie gesagt, erst am Sonntag gehen, aber dann haben auch in der Innenstadt die Geschäfte geöffnet.

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