Laden...
Lichtenfels
Abschied

96 Abiturienten bekommen ihre Zeugnisse

Nach jahrelangem Lernen und monatelangem Pauken für die Abi-Prüfungen haben sie es endlich geschafft: 96 Absolventen nahmen am Lichtenfelser Meranier-Gymnasium ihr Abiturzeugnis entgegen. Es war eine fröhliche, aber auch würdevolle Feier, bei der die Schulfamilie die Leistung der jungen Leute würdigte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Festlich gekleidet präsentiertenn sich die 96 Abiturienten der Fotografin.
Festlich gekleidet präsentiertenn sich die 96 Abiturienten der Fotografin.
+1 Bild
"Das ist Ihr Tag, genießen Sie ihn nach all den Anstrengungen", sagte der stellvertretende Schulleiter Norbert Moschall in seinen Begrüßungsworten.
Elternbeiratsvorsitzende Heike Gärtner nahm Bezug auf ein Fach Glück, das es an einen Heidelberger Gymnasium gibt. Auch wenn es am Meranier-Gymnasium so ein Fach nicht gebe, hoffte sie, dass alle Absolventen doch eine glückliche Schulzeit hinter sich haben. Gärtner erinnerte daran, das Geld, Konsum und Konsumgüter auf Dauer nicht glücklich machen.
Auch Landrat Christian Meißner (CSU) gratulierte zum bestandenen Abitur. "Die Eltern wie auch die Abiturienten haben es verdient, den Tag zu feiern", sagte Meißner. Er war sich darüber im Klaren, dass viele Absolventen den Landkreis für eine Ausbildung oder für ein Studium verlassen werden.
"Es gibt tausend Gründe um den Landkreis zu verlassen, aber eintausend und einen Grund um wieder zurückzukommen", sagte Meißner an die jungen Leute gerichtet, denn auch in der Region würden qualifizierte Stellen angeboten. Darüber möchte der Landkreis über eine eigene Internetseite künftig informieren.
Anhand einer indonesischen Tiergeschichte erinnerte Schulleiter Stefan Völker an die Ziele, die das Meranier-Gymnasium verfolgt. In dieser Geschichte versucht ein Rabe einen Pfau nachzuahmen und macht sich dabei lächerlich. Während der letzten Jahre hätten die Absolventen mit einer Reihe von Lerninhalten das nötige Rüstzeug erhalten, um nicht nachzuahmen, sondern sie selbst zu sein. Dazu zählte Völker Lerninhalte wie tägliches pünktliches Aufstehen, Vokabeln pauken, Formeln lernen, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte prüfen, Fakten in ihren Zusammenhängen sehen, Projekte bearbeiten, um nur einige einer langen Liste zu nennen. Am Ende seiner Rede gab er den Absolventen einen Rat mit auf dem Weg: "Entwickeln Sie ein gesundes Selbstvertrauen in Ihre eigene Person."
Weniger eine Abschiedsrede als vielmehr ein wohldosierter Rückblick war der Beitrag des Abiturjahrgangs 2013. Dazu hatten Johanna Landvogt, Nina Ruckdäschel und Tim Böcker das Motto ihres Jahrgangs "TrAbi - irgendwann kommt jeder an" gewählt. Nun seien sie am Ende einer zwölfjährigen Reise auf den Straßen des bayerischen Schulsystems angekommen. Schon in der fünften Klasse hätten sie sich für eine der parallel laufenden Straßen des Bildungsystems entscheiden müssen. Nicht jeder, der nach der Grundschule die Straße Gymnasium einschlug, habe diesen Weg bis zum Ende fortgesetzt. Einige hätten eine andere Straße nehmen müssen. Einschneidende Veränderungen habe es gegeben, als ihr Verkehrsminister, Oberstudienrat Stefan Völker, die Durchsagen abschaffte. Kamen bis dahin die Lehrer zu ihnen in die Klasse, hätten sich knapp tausend Schüler auf dem Weg zu den Zimmern ihrer rund 80 Lehrer machen müssen. Was für ein starkes Verkehrsaufkommen in den Gängen des Gymnasiums verantwortlich gewesen sei. Weiter hätten die Straßenverhältnisse des Übergangs vom G9 zum G8 sie zu einem überhöhten Tempo auf dem Weg zum Abi gezwungen, Sie lobten die netten (Fahr)Lehrer, die ihnen immer wieder Mut zugesprochen und die Eltern, die sie auf halber Strecke mit Benzin versorgt hätten. Schließlich durften die 96 Abiturienten aus der Hand von Schulleiter Stefan Völker und Studiendirektor Harald Endert ihre Abiturzeugnisse entgegennehmen. Jeder Einzelne durfte sich dazu einen 30 Sekunden langen Ausschnitt seines Lieblingslieds wünschen. Den Absolventen war es wichtig, mit einer Gedenkminute an ihre Mitschülerin Christina Hoffmann zu erinnern, die im Februar 2012 bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
Bei einem Glas Sekt klang die Verabschiedung aus. Die Big-Band des Gymnasiums und der Oberstufenchor sorgten für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren