Mistelfeld
Brauchtum

83 Wallfahrer aus dem Leuchsental meistern die 106 Kilometer

83 Teilnehmer aus der Pfarrgemeinde Mistelfeld-Klosterlangheim waren g unterwegs nach Gößweinstein.
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Über 100 Kilometer in drei Tagen bewältigt. Von vielen Einwohnern wurden die Gößweinstein-Wallfahrer am Ortseingang empfangen. Foto: Gerd Klemenz
Über 100 Kilometer in drei Tagen bewältigt. Von vielen Einwohnern wurden die Gößweinstein-Wallfahrer am Ortseingang empfangen. Foto: Gerd Klemenz
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"Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben", so war es im Schaukasten vor der Sankt-Andreas-Pfarkirche zu lesen.Sicherlich erging es auch der Mistelfelder Pilgergruppe so. 83 Teilnehmer aus der Pfarrgemeinde Mistelfeld-Klosterlangheim waren um den Dreifaltigkeitssonntag unterwegs, um auf den 106 Kilometern Hin- und Rückweg zur Wallfahrtsbasilika Gößweinstein Gott zu loben und zu preisen. Drei Tage dauerte die 172. Gößweinstein-Wallfahrt durch die Fränkische Schweiz.

Der Startschuss für die Wallfahrt zum größten Dreifaltigkeitswallfahrtsort Deutschlands war frühmorgens am Freitag. In Gößweinstein. Dort besuchten die Mistelfelder Wallfahrer am Samstag um 7 Uhr den Gottesdienst in der päpstlichen Basilika und um 9.15 Uhr beteten sie einen Kreuzweg. "Auswallen" hieß es nach einem kurzen Aufenthalt mit Mittagspause dann um 13.15 Uhr. Nach erneuter Übernachtung in Waischenfeld führte der Weg nach Hollfeld, wo um 7.30 Uhr ein Sonntagsgottesdienst gefeiert wurde. Kurz vor 20 Uhr konnte schließlich Pfarrer Henryk Chelkowski die Pilgergruppe vor den Toren des Ortes begrüßen und in einen feierlichen Zug durch die Straßen zur Sankt-Andreas-Kirche begleiten. Bei den Einwohnern, die die Heimkehrer mit Blumensträußen willkommen hießen, bedankten sich mit Bonbons und Pfefferkuchen aus dem Gnadenort. Am Ausgangspunkt des Pilgerganges angekommen, zog Wallfahrtsführer Thomas Hiller eine rundum positive Bilanz. Dank richtete Hiller an alle Wallfahrer, für das Mitbeten, Mitsingen sowie für die sehr gute Disziplin und die gegenseitige Rücksichtnahme. Weiterhin lobte er Hubert Bittner und Christ Fliegner für die Organisation und Durchführung der Buswallfahrt, damit auch ältere Gläubige beim Einzug am Wallfahrtsort dabei sein können. Pfarrer Martin Maurer aus Füssen begleitete erstmals die Pilgergruppe und hielt auch die Gottesdienste während der Wegstrecke. "Die Teilnahme haben weit meine Erwartungen übertroffen. Dr. Johannes Puff hat mir jedes Jahr von der Wallfahrt vorschwärmt", erzählte der Geistliche. Pfarrer Chelkowski sprach den Pilgern seinen Dank aus. Es freute ihn, dass viele junge Wallfahrer auf dem Pilgergang teilnahmen. Auf die einführenden Worten des Pfarrers nahm auch der Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich Bezug, der es sich ebenso wie seine Stellvertreter Sabine Rießner und Winfried Weinbeer nicht nehmen ließ, die Wallfahrer zu begrüßen. "Es ist mir ein sehr großes Herzensanliegen, euch in unsere Kirche willkommen zu heißen" so der Mistelfelder, der selbst schon fünf Mal den Weg zu Basilika auf sich genommen hatte. "Ich hoffe, Jeder hat sein Ziel gefunden, das er gesucht hatte", wandte sich Hügerich an die versammelte Pilgergruppe und hoffte darauf, dass die Tradition der Wallfahrt in Zukunft geführt wird. Sein Dank galt dem Wallfahrtsführer Thomas Hiller und dessen Stellvertreter Jürgen Panzer. Schließlich feierten fünf Wallfahrer in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Einen Blumenstrauß und einen Teller mit der Ansicht Gößweinsteins gab es für Martin Dirauf und Johann Schardt, die zum 25. Mal dabei waren. Einen Blumenstrauß und eine Plakette gab es für Nikolas Brehm, Maximilian Puff (Dinkelsbühl) und Johann Schardt (Trieb). Mit dem Segen durch den Pfarrer Henryk und dem Abendlied der Wallfahrer endete die 172. Gößweinstein-Wallfahrt. Wallfahrtsführer Hiller wies auf den Dankgottesdienst mit Prozession hin, der am Fronleichnamstag stattfindet. Er beginnt am Donnerstag, 20. Juni, um 8.30 Uhr in der Sankt-Andreas-Kirche, im Anschluss findet das Pfarrfest mit Frühschoppen, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen statt.gkle

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