Burgkunstadt

67 Abiturienten haben jede Menge Fachwissen

Es war eine gute Notenlese, die in diesem Jahr am Gymnasium Burgkunstadt eingefahren wurde.
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"Wir danken allen Lehrern. Ihr wart die allerbesten. Wir mochten Euch so gern", verabschiedete sich ein großer Schülerchor von seinen Paukern.  Foto: Stephan Stöckel
"Wir danken allen Lehrern. Ihr wart die allerbesten. Wir mochten Euch so gern", verabschiedete sich ein großer Schülerchor von seinen Paukern. Foto: Stephan Stöckel
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Gut fiel die Erntebilanz von Oberstufenkoordinatorin Ingelore Dück bei der Abiturfeier in der Obermainhalle aus: "Dreizehn Mal wird das Prädikat sehr gut vergeben. Das sind 20 Prozent des Jahrgangs. Darüber hinaus haben 16 weitere Absolventen einen Abiturschnitt mit einer Eins vor dem Komma erzielt. Insgesamt entspricht das einem hervorragenden Jahrgangsdurchschnitt von rund 42 Prozent."

Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt: Acht Jahre lang wurde gelernt, gebüffelt und gepaukt. Dabei eigneten sich die 67 Schüler jede Menge Grundwissen an. "Müssen wir im Internetzeitalter, wo das gesamte menschliche Wissen in digitaler Form griffbereit im World Wide Web vor uns liegt, noch Vokabeln und Formeln lernen?" Dieser Frage ging Schulleiter Thomas Meier nach, der in Anlehnung an den berühmten Philosophen und Theologen Thomas von Aquin zu dem Ergebnis gelangte: "Um die schier unendliche Menge des vorhandenen Wissens beurteilen zu können, braucht es ein Grundwissen, getreu Aquins Leitspruch: "Sapientis est ordinare - Die Aufgabe des Gelehrten besteht darin, zu ordnen."
Die 67 Abiturienten, die am Gymnasium Burgkunstadt verabschiedet wurden, wissen wie man Wissen ordnet, denn sie haben sich jede Menge Fachwissen angeeignet. Sie werden sich nicht im Datendschungel des unendlichen Internets verlieren, da war sich der Schulleiter sicher. "Diese jungen Damen und Herren verstehen es, sich den unglaublichen Wissensfundus, der in diesem Mediums schlummert, zu Nutze zu machen", sagte der Oberstudiendirektor.


Herz und Charakter

Sowohl Dück als auch Meier hatten mit Blick auf die bayerische Verfassung darauf hingewiesen, dass am Gymnasium Burgkunstadt nicht nur Wissen und Können vermittelt, sondern auch Herz und Charakter der Schüler gebildet werde.
Landrat Christian Meißner zog den Hut vor der wahnsinnigen Herausforderung der Reifeprüfung, die die jungen Leute am Gymnasium Burgkunstadt mit Bravour gemeistert hätten. Zugleich war er in der renovierten Obermainhalle auch Überbinger einer guten Nachricht: "Wir ersetzten die alten Außensportanlagen, an denen der Zahn der Zeit nagt, durch neue."

"Das Abitur ist keine Freikarte, auf der Sie sich wie auf Lorbeeren ausruhen können", warnte die Burgkunstadter Bürgermeisterin Christine Frieß. Zugleich ermunterte sie die frischgebackenen Abiturienten sich zu steigern, ihre Ziele und Träume zu verwirklichen und nicht aufzugeben. Elternbeiratsvorsitzender Matthias Heppner verglich das Abitur mit einem Schwimmabzeichen und wandte sich direkt an die Eltern: "Ihre Kinder können nun schwimmen. Spielen Sie den Fels in der Brandung aber nur wenn erforderlich." Konrad Herold vom Förderverein der Schule wünschte den Absolventen viel Glück und Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.
Auch drei Abiturienten traten ans Rednerpult. Maximilian Scheumann blickte auf zwölf Schuljahre zurück, "die jeden von uns auf ganz eigene Art und Weise geformt und geprägt haben." Kilian Blüchel ließ die Jahre am Gymnasium mit ihrem Unterricht und ihren Ausflügen Revue passieren, "in denen wir zu aufgeschlossenen, intelligenten Menschen wurden." Adrian Weich lenkte den Blick in die Zukunft: "Wir haben es selbst in der Hand, was wir aus unserem Leben machen. Wir haben es in der Hand, ob wir in einer Ellenbogengesellschaft leben wollen oder ob wir erkennen, dass wir unserer Verantwortung nur gerecht werden, wenn wir miteinander reden."
Zum Abschluss bildete sich ein großer Abiturientenchor, der sich lautstark mit dem Lied "Schüler", einer abgewandelten Version des "Ärzte"-Klassikers "Junge", verabschiedete: "Wir danken allen Lehrern, ihr wart die allerbesten wir mochten euch so gern."

Schulbeste: Dominik Groh aus Burgkunstadt, Jakob Münch aus Weismain (beide 1,0), Marianna Schmidt aus Weismain (1,1), Lisa Freudenberg aus Schwürbitz, Juliane Gommelt aus Weismain, Eva Partheymüller aus Marktgraitz, Maximilian Scheumann aus Isling, Adrian Weich aus Burgkunstadt (alle 1,3), Carina Bergmann aus Burgkunstadt, Maxim Wiemann aus Altenkunstadt (beide 1,4), Franziska Engel aus Weismain, Pauline Lauer aus Isling und Leon Löppert aus Hochstadt (beide 1,5).

Ehrungen: Nicht nur die Schulbesten wurden mit Preisen bedacht, sondern auch Schüler, die sich in bestimmten Fächern, in der Theatergruppe, im Sport oder in der Schülervertretung (SMV) hervorgetan hatten. Für ihr ehrenamtliches Engagement als Schulsanitäter wurden Kilian Blüchel und Joshua Wohlleben mit dem Preis des Fördervereins geehrt.

Verabschiedung: Schülersprecherin Carolin Hümmer und ihre beiden Stellvertreter Mats Partheymüller und David Rinker verabschiedeten sich von Maria Dorsch und Linda Schleicher, die einst als Schülersprecherinnen gewirkte hatten, sowie weiteren Mitgliedern der Schülermitverwaltung (SMV).

Musik: Dafür sorgten Sängerin Alina Rump aus der Q11, der Mittelstufenchor, das Vokalensemble und die Big Band der Schule. Stephan Stöckel.

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