Lichtenfels
Lichtenfelser Korbmarkt

40. Korbmarkt: "nur freudige Gesichter"

Am Tag nach dem Korbmarkt ist der Alltag wieder eingekehrt, aber die Begeisterung wirkt nach. Handwerker und Veranstalter denken schon an nächstes Jahr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Korbmacher und Veranstalter ziehen nach dem 40. Korbmarkt eine sehr positive Bilanz. Fotos: Ronald Rinklef
Korbmacher und Veranstalter ziehen nach dem 40. Korbmarkt eine sehr positive Bilanz. Fotos: Ronald Rinklef
+1 Bild

Die kurze Besprechung mit der Polizei am Montag hat Citymanager Steffen Hofmanns Eindruck bestätigt: Der 40. Korbmarkt war ein außerordentlich gut besuchter und sehr friedlicher. Die Schätzungen belaufen sich auf um die 175 000 Besucher an den drei Veranstaltungstagen; nennenswerte Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Schon bei den zurückliegenden Korbmärkten sei es ja friedlich zugegangen. Umso bemerkenswerter ist es für ihn, dass sich die höhere Besucherzahl - im Vorjahr ging man von 150 000 aus - und die längere Aufenthaltsdauer in den lauen Abendstunden nicht negativ ausgewirkt hat. "Am Samstag war der Marktplatz bis Mitternacht noch rappelvoll." Bis kurz vor 1 Uhr war Hofmann selbst vor Ort. Das ganze Wochenende über hat man ihn eigentlich immer irgendwo in der Stadt gesehen. Er selbst macht daraus kein Aufhebens, darauf angesprochen betont er: "Ich will das so. Es ist mir wichtig, ein Gefühl davon zu bekommen, was im Programm gut ankommt." Und die Familie? Die komme ihn dann zwischendurch mal besuchen, sagt er mit einem Lächeln. Bei diesem Korbmarkt, der für ihn in organisatorischer Verantwortung der fünfte war, habe einfach alles gepasst - die Stimmung, das Wetter, die Bands. So auch der Eindruck der Kollegen neben und hinter der Bühne. "Jetzt stehen wir vor der Herausforderung, uns für nächstes Jahr etwas zu überlegen." Ob Tourist-Info, Bauhof, Bürgermeisteramt, die fürs Stadtschloss zuständigen Mitarbeiter oder das Orga-Team: Dass hier viele Helfer mitwirken, bleibt nicht unerwähnt.

Zwar stehe der Abschlussbericht der Polizeiinspektion noch aus, aber seitens der von der Stadt eingesetzten privaten Sicherheitsfirma wird laut Hofmann der Eindruck bestätigt. Hofmann ist zudem froh, dass die Bewohner im Altstadtbereich viel Verständnis zeigten: keine Anrufe, kein Ärger. Die Verwaltung versuche, die Leute mitzunehmen, Zufahrtssperrungen rechtzeitig zu kommunizieren. Die Betroffenen bekommen dann Parkhaus-Tickets.

Was mit den Flecht-Kunstwerken vor der Stadtpfarrkirche geschehen soll, wurde bereits entschieden. Der Plan sei, sie nach dem Umbau von "Marktplatz 10" dort zur Geltung kommen zu lassen, weiß Manfred Rauh, Geschäftsführer des Vereins ZEF (Zentrum Europäischer Flechtkultur) Lichtenfels. Bis dahin werden sie eingelagert.

Rauh verspricht sich von den Begegnungen der vergangenen Tage noch bessere Vernetzung. Für viele Korbmacher sei das Treffen mit Kollegen in Lichtenfels das Schönste. "Ich habe nur freudige Gesichter gesehen!"

Dass auch der Umsatz gepasst habe, hat der neue Bundesinnungsmeister Roland Helbing vernommen. Für den Thüringer ging es aber weniger um eine Bilanz in geschäftlicher Hinsicht als darum, sich den Kollegen persönlich vorzustellen. "Für mich stand die Verbandsarbeit im Mittelpunkt."

Dass man sich am Innungsstand den kaputten Lieblingskorb reparieren lassen konnte, hatte sich nicht so recht herumgesprochen; das Angebot wurde kaum angenommen. Kein Grund, es es sein zu lassen, findet Helbing, Manches muss sich erst etablieren: "Wir machen das nächstes Jahr wieder!"

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren