Ebensfeld

100 Ebensfelder schauten sich die neue Bahnstrecke genau an

Die Gemeinde Ebensfeld und die Baufirma Weiß hatten an die neue Bahntrasse eingelden zu einer Ortsbegehung. Rund 100 Ebensfelder kamen zum Bahnhof, um sich das genau anzuschauen und Fragen zu stellen.
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Die neue Unterführung von der Bahnhofstraße zur Ziegelstraße Foto: Hartmut Klamm
Die neue Unterführung von der Bahnhofstraße zur Ziegelstraße Foto: Hartmut Klamm
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Die Gemeinde Ebensfeld und die Baufirma Leonhard Weiß aus Satteldorf bei Schwäbisch Hall hatten zur Ortsbegehung an der neuen Bahnstrecke in die Bahnhof strasse an die neue Unterführung zur Ziegelstraße eingeladen. Rund 100 Ebensfelder kamen zur Erläuterung des Bauvorhabens.

"Wir könnten uns die Situation auch anderes vorstellen, aber wir können nun nichts mehr daran ändern, so wie es ist, so ist es." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Bernhard Storath die große Teilnehmer.

"Die Firma Weiß trägt keine Schuld an der langen Bauzeit von jetzt eineinhalb Jahren, bedingt durch einige Umplanungen. Doch die Unterführung wird fristgerecht im Herbst 2016 fertig sein. Die Unterführung wird bei Fertigstellung eine Höhe von rund 3,40 Meter haben." Heiko Seubert, Bauleiter der Firma Weiß, betonte noch, dass auch während der Bauzeit die Rettungswege zum Freibad immer offen bleiben.

Der für den Tiefbau verantwortliche Bauleiter Christoph Götz erläuterte zuerst die Beschaffenheit des Unterbaus für das neue Gleisbett. Es müsse darauf geachtet werden, dass die Schienen so verlegt werden, dass bei etwaigem Hochwasser die Geleise nicht überflutet werden. So werde der Unterbau eine Höhe von 1,2 Meter haben, die Frostschicht 30 bis 40 stark sein und dazu kämen nochmal 30 Zentimeter für die Planungsschutzschicht. "Probleme traten hier wegen der Enge der Baustelle auf und weil wenig Platz zur Ablagerung des Bodens zur Verfügung stand", fuhr er fort.

Auf Höhe des Freibads sollte der Fußweg unterbrochen werden, aber die Gemeinde sei bemüht, diese Lücke zu schließen. Gemeinderat Otto Weidner wollte wissen, ob es nicht möglich sei, während der einwöchigen Vollsperre eine Lösung zu finden, dass die Bahnreisenden nicht bis zur neuen Unterführung laufen müssen. Christoph Götz erklärte, dazu stehe man mit der Bahn in Verhandlung.

Ein Anwohner wollte wissen, wie das mit der ramponierten Straße, den Bordsteinen und den Gehwegen durch den Baustellenverkehr aussehe. Dazu sagte Heiko Seubert, dass die Straße vor Baubeginn beweisgesichert worden sei, und die verursachten Schäden würden wieder hergerichtet, ohne die Anlieger finanziell zu belasten.
Sollten Schäden an Gebäuden auftreten, sollten diese der Gemeinde oder im Baubüro gemeldet werden, damit sie aufgenommen werden.

Ein Thema war auch der Lärmschutz, der am Ende der Bauzeit entlang der Bahnstrecke errichtet werden soll. Er beginnt auf Höhe des Freibads und reicht bis zur Brücke Richtung Oberbrunn. Durch die Trassenführung der Bahn wurde eine neue Brücke zum Bad nötig, durch die der Sträublingsbach fließt nötig. Die Brücke ist bereits fertiggestellt.

Die neue Fußgänger-Unterführung ist behindertengerecht mit einem Gefälle von sechs Prozent und ebenen Podesten auf einer Länge von rund 1,5 Metern ausgestattet. Die Unterführung wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 fertig. Auch wird im neuen Fußgängertunnel ein Aufzug zum Gleis integriert.

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