Wittershausen

Si tacuisses,...

Zum Artikel „Dorothee Bär twittert und erntet Spott und Hohn“ vom 17.08.2018 Allem voran ist der Regionalpresse ein großes Lob auszusprechen, dass sie auch die sozialen Netzwerke im Auge behält und einem solchen Beitrag, wie dem DB-Post von Frau Bär, einen Artikel widmet...
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Zum Artikel „Dorothee Bär twittert und erntet Spott und Hohn“ vom 17.08.2018

Allem voran ist der Regionalpresse ein großes Lob auszusprechen, dass sie auch die sozialen Netzwerke im Auge behält und einem solchen Beitrag, wie dem DB-Post von Frau Bär, einen Artikel widmet. Damit wird es auch den Menschen ohne Zugang zu diesen Medien möglich, sich ein Bild zu machen.

Meines Erachtens ist der bebilderte Beitrag von Frau Bär auf zwei Ebenen völlig daneben:
Zunächst einmal sollte Frau Bär als Mitglied der Bundesregierung sich überlegen, welche Außenwirkung entsteht. Die Deutsche Bahn steht zu 100% im Eigentum des Bundes und damit befindet sich die Bundesregierung einschließlich Frau Bär nicht auf der reinen Verbraucherseite, sondern sie trägt die Geschicke des Unternehmens mit. Eine solche Abfällige Bemerkung über das Unternehmen sollte daher von dieser Seite bereits unterbleiben.
Wenn Frau Bär Kritik hat, und die gibt es sicherlich zu Recht in vielen Fällen der DB, dann möge sie ihre Kollegen des Verkehrsministeriums darauf hinweisen und durch politische Arbeit eine Verbesserung anstreben. Insbesondere weil das Verkehrsministerium seit 2009 durchgängig in Händen der CSU ist und Frau Bär zudem selbst von 2013 bis 2018 dort Staatssekretärin war, bekommt die öffentliche Kritik einen besonderen Beigeschmack.

Was mich an dem Foto (mit Schuhen gegen die Wand) mindestens ebenso stört, ist das offenbar fehlende Bewusstsein im Umgang mit öffentlichen Gütern. Meinem fünfjährigen Sohn hätte ich dabei erklärt, dass wir sorgsam mit fremden Sachen umgehen und diese weder beschädigen noch beschmutzen. Frau Bär (selbst Mutter von drei Kindern) sollte nicht nur Kindern und Jugendlichen ein Vorbild sein, sondern auch einmal über ihre Position nachdenken. Es schickt sich nicht in Zügen gegen die Wände zu treten, schon gar nicht für ein Mitglied des Bundestags und eine Staatsministerin. Bei solchem Benehmen bin ich mir nicht sicher, ob ich mein Kreuzchen noch einmal neben ihren Namen setzen könnte. Eine ernstgemeinte Entschuldigung könnte nach Überdenken des eigenen Verhaltens ein erster Schritt sein.

Und wenn Frau Bär schon keine Verbesserungen im Schienenverkehr auf den Weg bringen konnte, dann sei ihr jetzt mehr Erfolg bei der Einführung der „Flugtaxis“ gegönnt. Hoffentlich behandelt sie die pfleglicher…

Daniel Bahn, 97723 Oberthulba


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