Ob Joggen, Skaten oder Radfahren - Sport ist gut für die Gesundheit und das seelische Gleichgewicht. Doch bei diesem Sommer ist der ein oder andere geneigt, seinen Fuß nicht vor die Tür zu setzen. Draußen ist es oftmals einfach zu nass. Doch Berlin ist voll von sportlichen Indoor-Alternativen. Wer es mit seinem Workout ernst meint, kann hier viele Alternativen finden, sich weiter fit zu halten.

Training hält den Körper fit

Wie wäre es mit Street-Dance, Pilates oder Yoga? Auch wenn es für manche auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, alle drei Dinge können dem Sport zugeordnet werden. Bei regelmäßigem Training werden die entsprechenden Muskelgruppen aufgebaut sowie Kondition und Ausdauer geschult. Wichtig dabei ist, dass jeder die Sportart für sich raussucht, die zu einem passt. Wer Wert darauf legt einen Traumkörper zu erhalten, sollte sich zudem im Vorfeld einen individuellen Trainingsplan erstellen oder erstellen lassen. In so einem Fall können dann ganz gezielt bestimmte Muskeln aufgebaut und auf persönliche Zielvorstellungen eingegangen werden. Wichtig, wie bei allen anderen Sportarten auch, ist dann regelmäßiges Training.
Um besser entscheiden zu können, welcher Indoor-Sport der richtige ist, werden hier einige vorgestellt, die auch für sportliche Anfänger geeignet sind. Als weiteren Schritt muss jeder die gewählte Sportart auch selbst ausprobieren. Nur dann lässt sich herausfinden, ob es wirklich passt. Nicht zuletzt kommt es auch auf das Umfeld an, ob der Sport Spaß macht oder nicht. Der richtige Trainer, die richtigen „Kollegen“, das richtige Ambiente und die richtige Atmosphäre gehören dazu, um auf Dauer Spaß zu haben und in seinem sportlichen Workout erfolgreich zu sein.

Street-Dance

Street Dance gehört mit Sicherheit zu den coolsten Sportarten überhaupt, die in Berlin angeboten werden. Dabei umfasst diese Sportart alle Tanzarten, die irgendwann auf der Straße entstanden sind. Von Hip-Hop über Break-Dance zu Free-Style. Die Bewegungen zur Musik sind rhythmisch und erfordern vollen Körpereinsatz. Von einfachen Schritten bis hin zu Spagat, Flick-Flacks oder dem Abrollen des Körpers nach Sprüngen, ist alles dabei. Dadurch ist Street-Dance sehr abwechslungsreich und spannend. Für gewöhnlich findet der Tanz mit anderen zusammen in Form einer Choreographie statt. Allerdings finden sich auch immer wieder Tänzer, die als Solist in Fußgängerzonen die Menschen in Atem halten.

Jemand der sich für Street-Dance entscheidet muss angstfrei sein und seinem Körper vertrauen. Er sollte auch nicht über starke körperliche Einschränkungen verfügen. Wichtig ist hier vor allem Kraft und Ausdauer. Beides wird mit der Zeit durch regelmäßiges Training erworben. Das Spiel mit dem eigenen Körper ist für Street-Dancer extrem reizvoll und für die Zuschauer oftmals faszinierend. Auch hier darf die Person nicht schüchtern sein, oder sich von Zuschauern zu sehr ablenken lassen. Denn nicht selten werden eingeübte Choreographien auch vor Publikum aufgeführt. – Ab einer gewissen Leistung, kann sich dann auch für die Berliner Streetdance-Meisterschaft beworben werden. Wer sich dort Einblick verschaffen möchte, sollte sich den 08. Und 09. Juli 2020 im Kalender eintragen. Dann findet nämlich die nächste Berliner Street-Dance Meisterschaft wieder statt. Wer auf der Seite etwas weiter klickt, kann sich auch das entsprechende Video zur diesjährigen Meisterschaft anschauen.

Pilates

Pilates ist ein Ganzkörper-Trainingsprogramm. Es ist nach seinem Erfinder Joseph Hubertus Pilates benannt, der von 1883 bis 1967 lebte und sich mit der Bewegungslehre und speziell dem Körpertraining befasste. Er entwickelte für seine Klienten jeweils individuelle Trainingspläne. Diese dienten vorrangig der Kräftigung der Muskulatur.

Das Pilates-Training findet überwiegend auf der Matte oder speziell dafür entwickelten Geräten statt. Die Bewegungen sind immer sehr fließend. Die großen Muskelketten werden so trainiert, dass die Wirbelsäule in ihrer tragenden Funktion unterstützt wird. Laut Pilates ist die Wirbelsäule eines der zentralen Körperteile, die für die Beweglichkeit essentiell ist. „Man ist so alt, wie die Wirbelsäule beweglich ist“, soll er einst gesagt haben. Daher wird im Training einiges getan die Stabilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten.

Pilates ist besonders gut für Personen geeignet, die bisher noch nicht so viel Sport gemacht haben und ihre Fitness langsam aufbauen möchten. Das Krafttraining findet in einer sehr ausgewogenen Form statt und ist auch individuell anpassbar. Zudem ist es ideal für Personen mit Rückenschmerzen. Durch die Übungen verbessert sich das Gefühl für den eigenen Körper. Die richtige aufrechte Haltung der Wirbelsäule und eine entspannte Haltung des Schulter-Nackenbereichs werden erlernt.

Als Gesundheitssport wird Pilates auch als Präventionsmaßnahme von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Werden Kurse mit zertifizierten Trainern besucht, kann damit einiges der entstehenden Kosten von der Kasse übernommen werden, ansonsten hilft ein Preisvergleich.

Yoga

Yoga ist ursprünglich eine Lebenshaltung aus Indien und mittlerweile bei uns als Trendsport weit verbreitet. Es dient dazu Körper und Geist in Einklang zu bringen; Beweglichkeit, Kraft und Gesundheit zu fördern. Doch Yoga ist nicht gleich Yoga. Es gibt viele verschiedene Stilrichtungen wie Bikram-, Ashtanga-, Kundalini- oder Power-Yoga, um nur einige zu nennen. Letztendlich bedarf es auch hier des Ausprobierens, um zu schauen, welcher Yoga-Stil einem persönlich am meisten zusagt.
Für Anfänger ist das Power-Yoga gut geeignet. Dieses orientiert sich an den kraftvollen Übungen aus dem dynamisch fließenden Ashtanga-Yoga. Während im Ashtanga-Yoga jedoch auf eine feste Abfolge der Bewegungen geachtet wird, sind die Bewegungsabläufe beim Power-Yoga individuell nach eigenen Bedürfnissen bestimmbar. Die Bewegungsabläufe sind mit einer bewussten Atemtechnik verbunden, wodurch die Konzentration auf den eigenen Körper und die einzelnen Übungen gestärkt wird.

Power-Yoga eignet sich vor allem für Personen, die einen sanften Sport suchen, der Gleichzeitig Erholung und Entspannung bietet. Die einzelnen Übungen sind dabei nicht zu unterschätzen, sie erfordern teilweise einen hohen Kraftaufwand. Um die einzelnen Übungen korrekt durchzuführen, sollte sich gerade in der Anfangszeit ein Trainer genommen werden. Dieser kann eine falsche Haltung korrigieren und damit auch Verletzungen wie Verspannungen oder Zerrungen vorbeugen. Zudem hilft ein Trainer auch bei schwereren Übungen, die für Fortgeschrittene gedacht sind, wie den Adho Mukha Vrikshasana, dem Yoga-Handstand. Letztendlich wird jeder der regelmäßig sein Yoga-Training absolviert, die positive Auswirkung auf den eigenen Körper spüren - eine bessere Körperhaltung, eine erhöhte Fitness, Beweglichkeit und mehr Kraft.