Bad Kissingen
Leserbrief

Leserbrief zum Steigenberger Areal: Man kann noch nicht mal zählen

Leser Franz-Peter Potratzki hat sich in einem Leserbrief zu den Investoren des Steigeneberger Areals geäußert.
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Das ehemalige Steigenberger. Foto: Edgar Bartl
Das ehemalige Steigenberger. Foto: Edgar Bartl
Was für eine unglaubwürdige Antwort von Immobilien Freistaat Bayern(IMBY). Kann man nicht zählen und warum ist die IMBY zu feige, Nägel mit Köpfen zu machen und die Investoren zu nennen, wenn es sich denn um einen Hotelbetreiber handelt. Wahrscheinlich sind es aber ganz andere Gruppen, die wirklich keiner braucht. Seit 2010 versagt der Freistaat vollkommen. Zuerst kümmerte man sich so gut wie gar nicht darum. Dann kam die RIMC ins Spiel, danach Feuring, die lange rumwerkelten, aber enttäuschender Weise auch nichts fertig brachten.

Nun will der Freistaat mit Hilfe der IMBY wieder selbst dafür sorgen. Nach einer solchen Information dürfte wohl keiner mehr daran glauben. Vor allem deshalb, weil die IMBY bekannt für Ihre Verfehlungen ist, wie z.B. Biergarten Ingolstadt, Schloss Unterallmannshausen, die Seeburg und andere Immobilien und vor allem bei ihren Planungen, die mehr als ein Jahr dauern können. Private Betriebe wären längst insolvent. Ebenso hätte man sich das Interview mit Markus Söder sparen können. Solche Aussagen könnten auch von einem Lehrling beim Freistaat kommen.

Allerdings muss sich die Stadt auch vorwerfen lassen, sich in dieser Angelegenheit nicht genügend ins Zeug gelegt zu haben. Der gesamte damalige Stadtrat hätte mehr Dampf ablassen sollen und den Freistaat auf seine Verpflichtung und Verantwortung im Konsortialvertrag 2012 höhere Bürden auferlegen müssen. So wurde z.B. das Kurhausbad schon jetzt geschlossen und nicht erst Ende 2108 wie zunächst angedacht. Auch wird in München über das Weiterbestehen des Kurorchesters offen diskutiert. Steht das auch im Vertrag? Was gibt es dann noch in Bad Kissingen, was dem Titel "Staatsbad" gerecht wird? Laut dem Tourismusverband(TRT) ist Bad Füssing mit 2,5 Millionen Übernachtung /Jahr das meistbesuchte Heilbad der Welt. Hier wird das gefördert, was Bad Kissingen einst so berühmt machte. Franken und vor allem Unterfranken war schon immer ein ungeliebtes Kind der Münchner.

Leider setzen sich nur ganz kleine Bürgergruppen für unsere Stadt ein. Aber solange der Bürger nicht selbst finanziell betroffen ist, ist ihm halt auch alles wurscht, was aus seiner Stadt wird. Ähnlich wie beim Stadtstrand. Alle wollen ihn, nur nicht vor der eigenen Haustür.

Franz-Peter Potratzki aus Bad Kissingen, der Leserbrief betzieht sich auf den Artikel: Der Freistaat verlängert Angebotsfrist vom 8.Oktober 2014.

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