Wie allgemein bekannt ist, werden immer mehr Patientenverfügungen erlassen, die eine lebensverlängernde Apparatemedizin ausschließen. Eine solche wäre aber eine medizinisch notwendige Maßnahme und Voraussetzung für eine Organentnahme. Auch wenn es sich bei den Unterzeichnern solcher Verfügungen um einen eher älteren Personenkreis handelt, wird die Anzahl der Organspender damit reduziert.

Einen Denkanstoß, den ich bisher noch nirgends gehört oder gelesen habe, möchte ich hiermit zur Diskussion stellen. So wie zum Beispiel Blutspender immer wieder - zu Recht - namentlich in der Presse erwähnt werden, könnte ich mir so etwas auch für Organspender (mit oder ohne Ausweis) vorstellen. Wenn nicht ausdrücklich widersprochen wird, könnte in jeder Todesanzeige in kleiner Schrift das Wort "Organspender" eingefügt werden. Das Wort könnte auch durch ein Symbol ersetzt werden. Sicher wäre es der Bereitwilligkeit zur Organspende nicht abträglich.

Mag sein, dass ich mit dieser Idee völlig daneben liege. Beim Bemühen um eine Verbesserung der derzeitigen Situation sollte es jedoch keine Denkverbote geben.

Gerhard Ostertag aus Bissingen an der Teck, der Leserbrief bezieht sich auf den Kommentar: Pflicht zur letzten Hilfe vom 15. Mai 2014.