Haßfurt

Fusionen: Der Lockruf des schnöden Mammons

Wenn der Mammon ruft, dann fällt es offenbar schwer, auf den Plätzen zu bleiben. Dann schnellen sie hoch, werfen Tische und Sitze um und jagen mit weit aufgerissen Augen dem Geld hinterher. Es ist das hemmungslose Verlangen nach Genuss, Befriedigung, Besitz, nach der Erfüllung von immer maßloseren W...
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Wenn der Mammon ruft, dann fällt es offenbar schwer, auf den Plätzen zu bleiben. Dann schnellen sie hoch, werfen Tische und Sitze um und jagen mit weit aufgerissen Augen dem Geld hinterher. Es ist das hemmungslose Verlangen nach Genuss, Befriedigung, Besitz, nach der Erfüllung von immer maßloseren Wünschen.

Gleichlaufend werden die Abwehrgeschütze in Stellung gebracht, Nebelkerzen geworfen, begleitet von aufklärerischen Worten: Purer Neid sei es, der den Fortschritt, gar die Vernunft verhindern wolle. Kritiker erscheinen als boshafte Zeitgenossen, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wüssten, als irre Meinungen zu verbreiten.

Manche Majestät gibt sich gar beleidigt und lässt ihre Hofschranzen auffahren, die tatkräftig in der Meinungstrommel rühren, um das Ruder wieder herumzureißen. Alles in der Gewissheit, alsbald die Dankbarkeit ihrer Hoheit leibhaftig erfahren zu dürfen. Dann kehrt wieder Ruhe ein. Aber nur so lange, bis das nächste Objekt der Begierde in greifbare Nähe rückt.

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Wirtschaftswoche: Ein klarer Fall von Selbstbedienung
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