Aschaffenburg

Flüchtlingshilfswerk warnt vor Kriminalisierung der Seenotrettung

Der Fall von "Sea-Watch 3"-Kapitänin Carola Rackete hat das Thema Seenotrettung in den Fokus gerückt. Italien will härtere Strafen gegen Retter verhängen. Das Uno-Flüchtlingshilfswerk sieht das mit Sorge...
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Der Fall von "Sea-Watch 3"-Kapitänin Carola Rackete hat das Thema Seenotrettung in den Fokus gerückt. Italien will härtere Strafen gegen Retter verhängen. Das Uno-Flüchtlingshilfswerk sieht das mit Sorge.

Vor wenigen Wochen fuhr "Sea-Watch 3"-Kapitänin Carola Rackete unerlaubt in den Hafen von Lampedusa ein. Um ähnliche Fälle zu verhindern, will Italien seine Gesetze verschärfen und Seenotretter künftig stärker bestrafen, die unerlaubt in italienische Gewässer fahren. Für diesen Vorstoß gibt es Kritik vom Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)

Die Verhängung von Geldstrafen und anderen Sanktionen gegen Schiffskapitäne könnte die Seenotrettung der privaten Helfer im Mittelmeer behindern oder gar verhindern, hieß es in einer Erklärung. Das geschehe in einem Moment, in dem sich die europäischen Staaten aus der Seenotrettung weiter zurückgezogen hätten. Umso wichtiger seien private Organisationen.

"Die NGOs spielen eine entscheidende Rolle bei der Lebensrettung von Flüchtlingen und Migranten, die die gefährliche Überfahrt antreten, um Europa zu erreichen", so das UNHCR. "Ihr Engagement und die Menschlichkeit, die ihr Handeln lenkt, sollten nicht kriminalisiert oder stigmatisiert werden."

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-fluechtlingshilfswerk-warnt-vor-kriminalisierung-der-seenotrettung-a-1280689.htmlhttps://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-fluechtlingshilfswerk-warnt-vor-kriminalisierung-der-seenotrettung-a-1280689.html
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