Großenseebach

„Behandeln nur Symptome, nicht aber die Wurzel“

Gesprächsabend zum Thema „Ein Bürgerhaus für Großenseebach“ „Wenn wir uns als Gemeinde ein Projekt vornehmen, das unsere Kasse in beträchtlicher Höhe über einen längeren Zeitraum belasten wird, dann sollten auch möglichst viele davon profitieren“, so die Hauptforderung von Jürgen Jäkel beim Ge...
Artikel drucken Artikel einbetten
Gesprächsabend zum Thema „Ein Bürgerhaus für Großenseebach“
„Wenn wir uns als Gemeinde ein Projekt vornehmen, das unsere Kasse in beträchtlicher Höhe über einen längeren Zeitraum belasten wird, dann sollten auch möglichst viele davon profitieren“, so die Hauptforderung von Jürgen Jäkel beim Gesprächsabend in Großenseebach. Der Bürgermeisterkandidat der Wählergruppe „Miteinander für Großenseebach“, MFG, hatte vergangenen Donnerstag zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Bürgerhaus und neue Dorfmitte“ eingeladen.
Die Ergebnisse aus einem Bürgerworkshop, zu dem die Gemeinde vor vier Jahren eingeladen hatte, waren eindeutig: In fünf Kategorien wurden die Bürger befragt: bauliche Entwicklung, Verkehr, Freizeit, Kultur, Soziales. In vier davon wünschten sich die Großenseebacher einen „echten Treffpunkt, eine Dorfmitte, ein Mehrgenerationen- oder Bürgerhaus“. So lautete damals das Ergebnis. In Sachen Bürgerhaus sei seitdem nicht viel passiert. Zwar diskutiert man derzeit über ein neues Feuerwehrhaus, wünschenswert wäre jedoch auch die Einbindung anderer Vereine und Gruppen, um mehrere Bedarfe im Dorf miteinander verknüpfen zu können. So sieht es die Wählergruppe MFG.
„Eine gründliche Bedarfsanalyse bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie bei den Vereinen sollte der erste Schritt im Planungsprozess sein“, so Jäkel. „In den letzten Jahren renoviert die Gemeinde mal hier mal da. Das Rathaus mit Teilen der dort ansässigen Feuerwehr, die Übungsräume der Feuerwehrjugendkapelle, mal eine Kita-Gruppe. Wir behandeln immer die Symptome, gehen aber nie an die Wurzel.“ Aus Reihen der anwesenden Bürger kam vor allem der Wunsch nach einem Treffpunkt, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten bietet, etwa für Yoga- oder Krabbelgruppen, Tanz- oder Seniorennachmittage sowie VHS Kurse. Dass die Bürger zukünftig besser in Entscheidungen eingebunden würden, so wünscht es sich die MFG Basis. Transparenz bei Beschlüssen sei eines ihrer wichtigsten Wahlkampfthemen, so die Vorsitzende der Wählergruppe, Carina Geist. „Dass dann an einem solchen Abend nur wenige kommen sei schade, aber bedeutet für uns nur, dass es umso wichtiger ist, den Bürgern das Vertrauen zurückzugeben, dass ihre Meinung gehört wird“.
Für Bürgerhaus und neue Dorfmitte schlägt Geist einen Wettbewerb unter Architekturstudenten vor – kostengünstig und modern. Parallel könne man sich in der Gemeinde um Fördermittel und Standortfragen kümmern. „Die Haushaltsmittel der Gemeinde sind endlich. Daher sollte eine gemeinsame Lösung mit Vereinen und anderen gemeindlichen Institutionen gesucht werden.“

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren