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Rasseportrait Maine Coon

Die Maine Coon Katze ist mittlerweile neben der British Kurzhaar Katze der Star unter den Rassekatzen geworden, nicht zuletzt wegen ihrem freundlichen, intelligentern Wesen und der oftmals beeindruckenden Größe...
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Foto: Florina
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Die Maine Coon Katze ist mittlerweile neben der British Kurzhaar Katze der Star unter den Rassekatzen geworden, nicht zuletzt wegen ihrem freundlichen, intelligentern Wesen und der oftmals beeindruckenden Größe.

Herkunft
Die Maine Coon Katze stammt nicht vom Main, sondern aus Maine, einem Staat im Nord-Osten der USA, wo sie auch den Rang des „Staats-Tiers“ hat. Sie wohnte dort in den weitläufig gelegenen Bauernhöfen als Hofkatze, einer Arbeitskatze, die es mit Mäusen, Ratten und kleinerem Raubzeugs aufnahm. Als eigene Rasse wurde sie schon um 1890 erkannt und auf landwirtschaftlichen Ausstellungen gezeigt, später schwand das Interesse an ihr, bis sie in den späten 50ger Jahren in den USA und ab Mitte der 80ger Jahre auch in Deutschland in die Zucht genommen wurde.

Farbe, Fell und Form
Die Maine Coon gibt es in vielen Farben, auch mit Weißscheckung, nicht aber in Point (wie bei Siam) und Sonderfarben wie Chocolate (BKH) oder Amber(Norweger). Ihr Fell ist halblang, d.h. auf dem Kopf an den Schultern und an den Füßen kurz, der löwenartige Halskragen, der Körper und vor allem der buschige Schwanz sind langhaarig. Die Fellstruktur ist weich, aber leicht fettig, da es in der Natur vor Nässe schützen muss. Das Fell ist etwas pflegebedürftig, wobei es Unterschiede von Katze zu Katze geben kann. Sinnvoll ist es, die Katze 1 mal wöchentlich zu bürsten, dazu benötigt man einen Stahlkamm mit weiten Zinken und eine Stahlbürste, mit der man die losen Haare gut wegnehmen kann. Im zeitigen Frühjahr und im Herbst ist Fellwechsel, da ist dann mehr Pflege erforderlich.

Die Maine Coon gilt heute als die größte der Rassekatzen. Kater wiegen bis zu 10 kg. Allerdings brauchen Maine Coon bis zu 4 Jahren, bis sie wirklich ausgewachsen sind. Spätestens dann haben auch die ausdrucksstarken Augen ihre endgültige Farbe erhalten, die von gelb bis sattgrün gehen kann. Blaue Augen gibt es fast nur bei weißen Maine Coon.
Eine typische Maine Coon erkennt man sofort: große Ohren, die am Kopf breit gesetzt sind ( wie früher die Obsttüten!), auf den Ohrspitzen befinden sich Luchsbüschelchen. Die Schnauze und das Kinn sind kräftig ausgeprägt, fast kantig und die Augen groß, ausdrucksvoll. Sie haben eine ausgeprägte Mimik, man sieht ihnen an, wie sie gestimmt sind; und so können die Meisten auch ein Gesicht im typischen „Wildlook“ aufsetzen. Der Körper ist muskulös und langgestreckt, der wehende Schwanz ebenso lang wie der Körper, die Pfoten groß und rund und die Katze, auf stämmigen Beinen, sieht sehr elegant aus.

Charakter der Maine Coon
Wer die Maine Coon aber auf ihre durchaus beeindruckende Gestalt reduziert, macht einen großen Fehler! Die Katzen sind ausgesprochen kontaktfreudig, auch anderen Katzen, Hunden und natürlich Menschen gegenüber. Viele Züchter geben ihre Katzenkinder nicht in Einzelhaltung, da die Maine Coon, bis auf seltene Ausnahmen, eine Katze ist, die gerne in kleinen Gruppen lebt und sich für Alles interessiert. Daneben hat sie immer noch Zeit und Lust, sich ausgiebig ihren Menschen zu widmen und zu schmusen. Die Maine Coon haben auch die bezaubernde Angewohnheit, zu plaudern und spielen bis ins hohe Alter sehr gerne. Typisch ist auch, dass viele ihr Futter erst in die Pfote nehmen und dann essen. Die Maine Coon ist sehr intelligent und möchte Abwechslung, deshalb ist ein vernetzter Balkon eine echte Bereicherung, auch wenn eine Mitkatze noch wichtiger ist.

Gesundheit

Maine Coon Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden und viele sehen außer zum Impfen nie einen Tierarzt. Verbreitet sind aber Nierenprobleme, was meist, wie bei allen anderen Hauskatzen auch, an Fütterungsfehlern bzw. ungeeignetem Futter liegt. Rassespezifisch ist die HCM bekannt, eine vererbliche Herzkrankheit, die zu frühem Tod führt. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere deshalb regelmäßig im Herz-Ultraschall untersuchen und züchten nur mit Katzen die keine HCM-Anlagen zeigen.
Im Großen und Ganzen ist die Maine Coon eine leicht zu haltende, menschenfreundliche und intelligente Katze, die viel Freude macht und immer mehr Liebhaber gewinnt.
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