Bad Brückenau

Politische Bildung in Nürnberg - nationalsozialistische Vergangenheit und demokratische Gegenwart

Eine Politische Bildung der besonderen Art erlebten Soldaten des Gefechtssimulationszetrums des Heeres, Wildflecken, Bad Brückenauer Reservisten und die 1.Bürgermeisterin der Stadt Bad Brückenau, Brigitte Meyerdierks...
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Eine Politische Bildung der besonderen Art erlebten Soldaten des Gefechtssimulationszetrums des Heeres, Wildflecken, Bad Brückenauer Reservisten und die 1.Bürgermeisterin der Stadt Bad Brückenau, Brigitte Meyerdierks.
Die Fahrt ging nach Nürnberg, wo vormittags eine Führung über das Reichsparteitagsgelände auf dem Programm stand. Hier wurden den Besuchern durch einen fachkundigen Führer die Gigantomanie und der Größenwahn der Nationalsozialisten eindrucksvoll vor Augen geführt.
Die erste Station war die Kongresshalle, die Platz für 50.000 Menschen bieten sollte und nie fertiggestellt wurde. Interessant war, daß die geplante Glaskuppel nach heutigen Berechnungen gar nicht tragfähig gewesen wäre. Wie in den anderen Bauten auf dem Gelände auch, sollte immer nur einer, der Führer, gottgleich in den Mittelpunkt gestellt werden.
Bei einem Rundgang um den Dutzendteich wurden den Teilnehmern die riesigen Ausmaße der Anlage bewusst. Besonders das Zeppelinfeld, das stark sanierungsbedürftig ist, beindruckte ebenso, wie das geplante „Deutsche Stadion“ mit einem Fassungsvermögen für 400.000 Zuschauer. Es sollte ein Austragungsort für die geplanten Nationalsozialistischen Kampfspiele werden.
Am Nachmittag stand ein Besuch bei Staatssekretär Albert Füracker, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat auf dem Programm. Dieses Ministerium hat seit Anfang diese Jahres einen zweiten Dienstsitz in Nürnberg, und wird , kurz, Heimatministerium genannt. StS Füracker erläuterte dabei ausführlich die zahlreichen Aufgaben seines Hauses, dem auch die Kurverwaltung des Staatsbades Brückenau untersteht.
Die Hauptaufgaben sind gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Freistaat zu befördern, der Ausbau des schnellen Internets, der kommunale Finanz¬ausgleich und die Verwaltungs-reform. Hinzu kommen das staatliche Immobilienmanagement sowie die Verwaltung der Staatsbäder und der Schlösser in Nordbayern.
Oberst Jürgen Steinberger, Leiter Gefechtssimulationszentrum Heer, überreichte dem Staatssekretär eine Erinnerungsplakette und lud ihn zum Besuch seiner Dienststelle in Wildflecken ein. Im Auftrag des Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft, Feldwebel d.R. Karl Veit, überreichte der Organisator Oberst d.R. Rohrmüller dem Staatssekretär einen Boxbeutel aus Hammelburg, versehen mit dem Reservistenwappen.
Zum Abschluss führte der persönliche Referent des Staatssekretärs die Besucher durch das denkmalgeschützte Haus, der ehemaligen Staatsbank am Lorenzer Platz. Fazit der Teilnehmer: Das war eine Veranstaltung, wie wir sie bisher nicht erlebt haben.

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