Bad Kissingen
Leserbrief

Leserbrief: Kein Grund zum Jammern

Es ist erstaunlich was im Rathaus so abgeht. Zum einem wird zum 195. Mal die Fußgängerzone verschoben und zum anderen wird eine immense Summe für einen neuen Springbrunnen bekannt gegeben.
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Rathaus Bad Kissingen Foto: Archiv
Rathaus Bad Kissingen Foto: Archiv
Auf der anderen Seite werden beide Reiterstege nicht wieder hergestellt, obwohl ein wichtiger Bestandteil dieser Stadt. Im Gegenzug macht man für den Sportplatz Winkels knappe 300.000 Euro locker gemacht. Unverständlicher geht es nicht mehr,. Bemerkenswert bei der Fußgängerzone, dass damit bereits 2011 begonnen werden sollte, man aber immer wieder etwas findet, was eine lange Verzögerung bedeutete. Dies setzte sich bis heute fort.

2015 liegt es nun am Heilwasser. Es liegt doch nur am Geld und an der Planung, die ohnehin der wunde Punkt der Stadt ist. Beim Bau der Ludwigstraßen-Fußgängerzone 1993 (unter Christian Zoll)hat es trotz gleicher Gefahr für das Heilwasser auch keine vier Jahre gedauert. Spezialfirmen kennen derartige Arbeiten und Probleme, wurde mir erklärt und die sind bestens darauf vorbereitet.

Beim Springbrunnen sollten sich das Rathaus zunächst einmal um eine Erneuerung bemühen und alle Möglichkeiten einer späteren Aufwertung einplanen und nicht wie von der CSU übertrieben gewünscht, gleich einen kompletten Showbetrieb. Vor allem sollte sich die CSU erst einmal Ihre Ortverband-Internetseite widmen, auf der noch die alten Stadträte und Programme von 2009 stehen. Die Stadt soll sich auf wichtigere Angelegenheiten zu konzentrieren. Bedeutet erst einmal abzuwarten, ob der Betreiber für das Steigenberger Areal wirklich der Luxusklasse zugerechnet werden darf. Mein Wissensstand aus München, löst da keine Euphorie aus. Die ständige Fristenverlängerung des Freistaates ist ohnehin eine Lachnummer.

Auch müsste, seitens der Stadt spätestens ab April, bei Firmen im Landkreis nachgefragt werden, ob die Fürstenhof Ressort Gesellschaft, Auftragsanfragen gestellt hat. Das möchte ich als Bürger wissen, denn Anne Cheseaux (Fürstenhof-Verwaltungspräsidentin) hat in der Stadtratssitzung ihr Wort für einen Beginn im Oktober 2015 gegeben. Dann ging es wirklich aufwärts.

Im August 2014 wurde vom Regentenbau bis zum Rondell, wo Autos überhaupt nichts zu suchen haben, ein ständige Durchfahrt sowie drei Parkplätze für die Info der Staatsbad geschaffen. Nur stehen dort inzwischen bis zu 10 Fahrzeuge, allerdings keine Kurgäste, sondern überwiegend die Inhaber der dortigen Geschäfte oder Kissinger die in der Stadt einkaufen. Angst um eine Strafzettel müssen sie sich eher selten machen, da kaum kontrolliert wird. Was für eine unfassbare Einzelentscheidung des Oberbürgermeisters. Ebenfalls genehmigt : Spielbank erhält in der Bismarckstraße eigene Parkplätze wegen der Baustelle im Park und sämtliche Gäste und Anwohner dürfen gegenüber auf den ca.20 Ticket-Parkplätzen ganztägig nicht mehr parken, ob wohl es innerhalb des Spielbankgeländes nach der Schranke rechts und links genügend Platz gibt, Die Chefin der Spielbank möchte dies nicht.

Kein Grund zum Jammern! So lautete auch die Überschrift eines Artikels über Bad Kissingen. Wenn also die derzeitigen Großprojekte glücken, der Freistaat zu seinen Zusagen steht und die Nörgler irren, dann blüht Bad Kissingen eine grandiose Zukunft, schreibt ein Redakteur im zitierten Artikel. Wenn da nur nicht das Wörtchen "Wenn" stehen würde.

Franz-Peter Potratzki aus Bad Kissingen

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