Schwabach
Leserbrief

Leserbrief: Draghis Kurs zum Scheitern verurteilt

Claus Reis findet, Mario Draghi, Chefsteuermann der Europäischen Zentralbank (EZB), sollte sich nicht so dünnhäutig zeigen. Der EZB-Präsident hatte sich kürzlich in ungewohnt scharfer Form über Kritik aus Deutschland am Kurs der Notenbank in der Eurokrise beklagt.
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Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank. Symbolbild: dpa
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank. Symbolbild: dpa
Draghi weiß selbst am besten, dass die deutsche Kritik an den Niedrigzinsen, genauso wie die am Ankauf maroder Staatsanleihen, berechtigt ist. Sein Kurs gemäß dem Motto: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf", ist da schlichtweg zum Scheitern verurteilt. Bleibt diese Einsicht aus, entsteht bei den Bürgern leicht der Eindruck, dass sich die Führung der EZB zu einem Klub von Hasardeuren entwickelt hat.

Und auch das Verhaltensmuster von Draghi kommt nicht gut an. Die Menschen erwarten ja keine Unterwürfigkeit nach der Redewendung "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”, aber wirtschaftliche Vernunft und die Berücksichtigung auch ihrer Interessen.

Fazit: Es ist Zeit zur Umkehr bei Europas wichtigster Bank. Bleibt diese aus, dann profitiert am Ende nur die (T)Euro-kritische AfD. Und das dann eigentlich berechtigt.

Claus Reis aus Schwabach

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