Ludwigsstadt

Haben SIE eigentlich ihre fünf Sinne beisammen?

Den Spruch „Hast Du noch alle deine Sinne beisammen?!“ haben wir so oder so ähnlich sicherlich alle schon gehört. Wenn uns jemand das fragt, will er eigentlich wissen, ob wir uns unser Handeln gut überlegt haben und uns sicher sind, bei dem, was wir tun...
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Handwerk_Kultur
+3 Bilder
Den Spruch „Hast Du noch alle deine Sinne beisammen?!“ haben wir so oder so ähnlich sicherlich alle schon gehört. Wenn uns jemand das fragt, will er eigentlich wissen, ob wir uns unser Handeln gut überlegt haben und uns sicher sind, bei dem, was wir tun. Oftmals drückt es aus, dass unser Gegenüber nicht mit unserer Entscheidung übereinstimmt, sie sogar für verrückt hält. Es gibt aber noch eine andere Auslegung, eine, in der wir Sinne wörtlich nehmen können.
Hören, Schmecken, Riechen, Sehen und Fühlen, das ist es, um was es dann buchstäblich geht. Nur wenn wir in allen fünf Bereichen fit sind, können wir auch gute Entscheidungen treffen, will uns dieser Spruch vermitteln. Warum ist es aber so wichtig, dass wir alle unsere Sinne beieinander haben?

Unser Körper ist eine hochkomplexe Maschine, die jede einzelne Zelle miteinander verbindet und in unendlich vielen Prozessen dafür sorgt, dass wir perfekt funktionieren. Eine unentbehrliche Rolle übernehmen dabei unsere Sinneswahrnehmungen.

"Frische hören"
Das Hören, die sogenannte auditive Wahrnehmung funktioniert über unser Ohr, das die Hörreize zur Verarbeitung ins Gehirn weiterleitet. Dieses Sinnesorgan ist ein wahres Multifunktionstalent. Wir sind dadurch in der Lage Sprache zu hören, wir können Entfernungen einschätzen und natürlich erkennen, ob es eine weibliche oder männliche Person ist, die mit uns spricht. Bestimmte Geräusche assoziieren wir mit bestimmten Eigenschaften. So wird z. B. das Knacken, das man beim Schneiden einer Brotkruste hört, mit Frische verbunden.

„Geschmack sehen“
Das Sehen, also die visuelle Wahrnehmung, übernehmen unsere Augen für uns. Die Augen sind das Fenster zur Seele, heißt es, und da wir damit in der Lage sind, feinste Unterschiede in Mimik und Gestik unseres Gegenübers zu erkennen, stimmt diese Aussage tatsächlich in gewisser Weise. Unsere Augen lassen uns Farben und Formen erkennen und machen die Welt zu einem bunten Ort. Der Spaziergang durch einen Herbstwald wäre nur halb so schön, wenn wir nicht die unterschiedlichen Rot-, Gelb- und Brauntöne sehen würden. Und die leuchtenden Farben exotischer Gewürze machen uns Lust auf die Speisen, die sie verfeinern.

„Genuss riechen“
Ein weiterer Sinn ist das Riechen, also die olfaktorische Wahrnehmung. Unsere Nase ist ein perfektioniertes Organ. Wir können damit z.B. erkunden, ob wir jemanden „riechen“ können, also, ob wir eine Person gut leiden mögen. Diese Fähigkeit hat damit zu tun, dass jeder Mensch einen ganz eigenen Geruch hat, der auch durch genetische Faktoren beeinflusst wird. Gegensätze ziehen sich an und so finden wir neben dem Äußeren potenzielle Partner dann interessant, wenn der Körpergeruch einen möglichst großen genetischen Unterschied verspricht.
Düfte verbinden wir natürlich auch mit schmackhaftem Essen. Die ätherischen Öle frischer Kräuter in Verbindung mit reifen, saftigen Tomaten, die nach Sonne, Italien und Urlaub duften, sind ein wahrhaft sinnlicher Hochgenuss.



„Erinnerungen schmecken“
Der Geschmackssinn, die sogenannte gustatorische Wahrnehmung lässt uns zum Gourmet werden. Unser Geschmacksorgan, die Zunge lässt uns süß, salzig, bitter, sauer und umami (also herzhaft) unterscheiden. Unterschiedliche Bereiche der Zunge sind jeweils auf die verschiedenen Geschmacksrichtungen spezialisiert. Sie warnt uns davor, wenn etwas zu bitter oder zu sauer ist, dass diese Speise giftig sein könnte, sie ist also ein natürlicher Schutzschild. Unser Geschmack wird bereits in jungen Jahren geprägt. Und wenn wir genussvoll eine leckere Suppe löffeln, fühlen wir uns fast in
die Kindheit zurück versetzt, als die Mama und Oma immer das beste Essen gekocht haben.

„Qualität fühlen“
Zu guter Letzt bleibt noch unser größtes Organ, die Haut. Mit ihr spüren wir unsere Umwelt, sie steuert unsere haptische Wahrnehmung. Wir ertasten unseren Alltag ständig, ob bewusst oder unbewusst. Ohne Tastsinn wüssten wir nicht, ob etwas nass, trocken, hart oder weich ist. Wenn wir Obst oder Gemüse in der Hand halten, können wir Frische und Qualität im wahrsten Sinne des Wortes fühlen. Ist der Apfel knackig und fest, oder eher so weich wie Gummi? Ohne Tastsinn eine unmögliche Aufgabe. Und ein cremiger Schokopudding würde auch nur halb so gut schmecken, wenn wir nicht genau diese Cremigkeit in unserem Mund spüren könnten.

„Alle 5 Sinne beisammen haben“
Alle Sinne zusammen garantieren uns, dass wir unsere Umwelt bestmöglich wahrnehmen und einschätzen können. Und alle 5 Sinne machen uns zu Genießern. Und genießen können wir bei uns in der Rennsteigregion im Frankenwald! Wir haben in Ludwigsstadt mittelständische Unternehmen, wie z.B. Wela-Suppen, die uns seit unserer Kindheit begleiten, weil sie einfach gut, lecker und regional sind. Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, dass Besuchergruppen einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich selbst überzeugen können, wie Brühen, Suppen, Soßen, Cremes und Pudding hergestellt werden. Ganz klar gibt es auch reichlich Verkostungen und Rezepttipps, denn die Küchenprofis von Wela freuen sich, wenn sie Gäste in die Suppenwelt entführen können.
Buchen kann man die Besichtigungen über „Handwerk & Kultur erleben“, das seinen Sitz im Schiefermuseum in Ludwigsstadt hat.
Erreichbar ist das Team unter der Telefonnummer 09263-974543 oder per Email unter der info@handwerkundkultur.de

Wenn Sie also das nächste Mal gefragt werden, ob Sie noch alle ihre Sinne beisammen haben, ärgern Sie sich nicht darüber. Genießen Sie lieber mit allen fünf Sinnen den thüringisch-fränkischen Rennsteig. Und nehmen Sie den, der Sie fragt, gleich mit.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren