Ebern

Ein Kommentar zur Bereitschaftspraxis von NewOpinion3

Da ist es wieder, das Flackerlicht, das schon zu EBN-Zeiten auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Unzufriedenheit mit dem Landkreis Hassberge. Der Kreis samt seinen Organen interessiere, ja kümmere sich nicht genügend um die Belange des östlichen Kreisgebietes...
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Foto: NewOpinion3
Da ist es wieder, das Flackerlicht, das schon zu EBN-Zeiten auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Unzufriedenheit mit dem Landkreis Hassberge. Der Kreis samt seinen Organen interessiere, ja kümmere sich nicht genügend um die Belange des östlichen Kreisgebietes.

Tatsächlich, zum nächsten Sitzungstermin des Kreistags am 14. Dezember 2015 ist kein Tagesordnungspunkt zu entdecken, der sich vielleicht mit einer Resolution gegen die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung befassen würde. Die will nämlich den ärztlichen Bereitschaftsdienst rigoros abbauen.

Wo dort die Kritik fehlt, schafft sie sich Raum im Internet. Mit Argumenten wird nicht gespart, und manch Schreiber, manche Schreiberin hatte gar wieder diskussionsbegleitend eine Kreisgebietsreform im Sinne. Was womöglich nur als Stilmittel zu begreifen ist, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Das kann man als lächerlich abtun, als nicht zielführend bezeichnen oder, wie jüngst ein Zeitungsredakteur, als maintal‘sche Verschwörungstheorie abtun.

Trotzdem: es bleibt wieder ein bitterer Nachgeschmack, so wie bei der Einführung des EBN-Kennzeichens. Hatten andere Städte ihr Altkennzeichen freundlichst nachgetragen bekommen, so mussten die Eberner erst einen Volksaufstand anzetteln, um zum Erfolg zu gelangen. Das hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.

Sicherlich, aus heutiger Sicht mögen die Aussichten nicht allzu groß erscheinen, den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung mit Erfolg entgegenzutreten. Aber wir wissen nicht, wie die Bundesregierung gedenkt, ihr Krankenhausstrukturgesetz in Zukunft umzusetzen. Dass hier der Kreis – lange genug wusste er es – untätig geblieben ist, ist kaum zu verstehen.

Eine noch so winzige Kritik des Landrats oder des Kreistags an der Kassenärztlichen Vereinigung, wie hätten doch die Eberner Seelen damit gesalbt werden können. Man nennt dies Diplomatie. Doch jetzt ist wieder ein kreispolitisches Desaster entstanden.

Der Bierprinz, und damit hatten sich Kreisräte allen Ernstes befasst, wird das erneute Aufflammen an Unzufriedenheit jedenfalls nicht löschen können. Wie sagt doch schon der Volksmund: Der Ungeschickte hat bald Feierabend.
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