Gerach

Caritas-Sozialstation Reckendorf

„Tag der offenen Tür“ Endlich, geschafft...juchuuu! Tische und Bänke stehen. „So geht das nicht“, ruft da Schwester Hedwig, „da passt weder ein Rollator geschweige denn ein Rollstuhl durch die Reihen“...
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Foto: sibyllegoetz
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„Tag der offenen Tür“
Endlich, geschafft...juchuuu! Tische und Bänke stehen. „So geht das nicht“, ruft da Schwester Hedwig, „da passt weder ein Rollator geschweige denn ein Rollstuhl durch die Reihen“. Ach, Mensch. Total vergessen. Also, alles wieder neu stellen und mehr Platz lassen für die Hilfsmittel, ohne die einige unserer Gäste das Fest gar nicht besuchen könnten. Langsam macht sich Anspannung breit bei Schwestern und Vorstandschaft. Haben wir genügend Torten und Getränke? Hoffentlich fühlen sich alle Gäste wohl...

Blutzucker messen...Blutdruck messen...
Es hat nicht an den leckeren Torten gelegen. Schwester Monika und Schwester Christel haben alle Hände voll zu tun. Viele Gäste wollen es genau wissen und reihen sich in die Warteschlange vor dem Schwesternzimmer ein. Jetzt bin ich an der Reihe. „Tut das weh?“, frage ich Monika. „Und wie“, lacht sie. Ojeee... aber zu spät. Monika hat meinen Finger schon in ihrer Hand und piekst... Puh...Gott sei Dank, mein Blutzucker ist in Ordnung – selbst nach einem großen Stück Torte. Auch der Blutdruck stimmt. Schwester Christel ist stolz auf mich.

Voll besetzte Bänke und viel Sonne...
Open Air. Ist das toll. „Wollt ihr schunkeln“, fragt Karlheinz von den 'Mondeos'. Musik. Schon geht es los. Doch bei der Hitze ist das nichts. Zu anstrengend. Mitsingen? Ja, das geht. Am Ende machen die 'Mondeos' Überstunden. Danke Jungs. Das war echt toll. So viele Menschen sind gekommen. Sie genießen Kaffee und Kuchen und das Gespräch mit dem Tischnachbarn. „Wie läuft eure Demenzbetreuung?“, werde ich gefragt. „Komm mit in den Gruppenraum, das zeige ich dir auf Fotos.“

Eine feierliche Zeremonie
Der neu gestaltete Gruppenraum steht heute im Mittelpunkt. Dafür wurde ein Lagerraum umfunktioniert. Eine Küche eingebaut, Tische und Stühle angefertigt, gemütliche Sessel angeschafft. Bunte Tulpen auf einer Fototapete lassen den Raum strahlen. Zum Wohlfühlen. Nicht nur für die Senioren. „Ein Raum der Begegnung“, sagt Diakon Bernhard Gartner in seiner feierlichen Andacht. Nach der Lesung mit Schwester Hedwig wird der Raum geweiht.

Zwei ambulante Betreuungsgruppen
Menschen, die an Demenz erkrankt und noch mobil sind, werden hier seit August 2015 betreut. Diese verantwortungsvolle Aufgabe haben eine Demenzbetreuerin und eine ehrenamtliche Helferin übernommen. Gemeinsames Kaffeetrinken, Gedächtnistraining, Vorlesen, Gesellschaftsspiele, Singen, Basteln, Backen... stehen auf dem Plan. Die Senioren haben einen Riesenspaß. Pflegende Angehörige können in dieser Zeit für ein paar Stunden verschnaufen und Dinge tun, die sonst nicht möglich wären.

Wir sind für Sie da...
Auskunft zur Betreuung und umfassende Informationen über den Umgang mit demenzkranken Menschen gibt die Sozialstation der Caritas in Reckendorf.
Telefon: 09544 981717 oder Mobil: 0172 680 1696
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