Bamberg

Appelle zu verkehrssicherem Verhalten

Appelle zu verkehrssicherem Verhalten richten sich gerade zu Schuljahresbeginn (fast) ausschließlich an die Kinder und deren Eltern. Warum aber wird die Hauptursache der Unfallgefahr weitgehend ausgeblendet? Freitag, 26...
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Appelle zu verkehrssicherem Verhalten richten sich gerade zu Schuljahresbeginn (fast) ausschließlich an die Kinder und deren Eltern. Warum aber wird die Hauptursache der Unfallgefahr weitgehend ausgeblendet?

Freitag, 26. September:

Eine Frau wartet mit einem fünf-, vielleicht sechsjährigen Kind auf dem Gehsteig auf das Grünlicht ihrer Ampel. Der Fahrzeugverkehr auf ihrer Fahrbahnseite stockt wegen eines den Gegenverkehr abwartenden Linksabbiegers.

Die Fußgängerampel springt auf Grün, das Kind will losgehen. Doch die (vermutlich) Mutter paßt auf, hält es fest und meint: "Erst aufpassen, ob wirklich frei ist!" Und richtig - genau in diesem Moment prescht ein stark beschleunigender Pkw, nach Freiwerden der Fahrbahn, aber schon bei Rotlicht angefahren, dicht vor ihren Füßen entlang. Er hätte das Kind unweigerlich erfaßt.

Einige Minuten später, andere Einmündung, Vorfahrt durch Beschilderung geregelt: Ein wartepflichtiger Klein-Lkw bremst bis fast zum Stillstand, sieht von rechts zwei vorfahrtberechtigte Radfahrer, der erste ein Kind mit Schultasche im Gepäckträgerkorb, kommen und fährt los. Das Kind schafft es per Notbremsung noch soeben, den Zusammenstoß zu vermeiden.

Wann wachen die Behörden auf und richten ihr Handeln auf die wirklichen Verursacher der Risiken im Straßenverkehr aus?

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