Presseck
Neujahrsempfang

Zwischen Starkbier und Stillen

Die zurückliegenden Tage waren für die Bayerische Staatssekretärin für Umwelt und Gesundheit Melanie Huml turbulent. Sie tourt quer durch Oberfranken, schwört die CSUler auf das nicht ganz einfache Wahljahr 2013 ein. Und sie macht den Oberfranken Mut, endlich mehr Selbstvertrauen zeigen.
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Bürgermeister Siegfried Beyer (links) heißt Staatssekretärin Melanie Huml in Presseck willkommen - ebenso wie CSU-Landtagsabgeordneter Martin Schöffel und Bezirkstagsvizepräsident Henry Schramm. Fotos: Sonja Adam
Bürgermeister Siegfried Beyer (links) heißt Staatssekretärin Melanie Huml in Presseck willkommen - ebenso wie CSU-Landtagsabgeordneter Martin Schöffel und Bezirkstagsvizepräsident Henry Schramm. Fotos: Sonja Adam
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"Ich war beim IHK-Empfang, ich bin bei Markus Söder, ich bin in ganz Oberfranken aktiv, aber auch in Oberpfalz. Aber jetzt, nach der Veranstaltung hier in Presseck, fahre ich wieder nach Hause nach Bamberg", sagt Melanie Huml am Dienstagabend ganz entspannt. Denn nach getaner Arbeit muss sie natürlich für ihren neun Monate alten Sohn Emanuel da sein. "Nachts wird er noch gestillt", schmunzelt Huml hinter vorgehaltener Hand.

Und deshalb haben die Gäste auch Verständnis dafür, dass sie sich nur mit Wasser Stärke antrinkt. Und die hat sie, wie sie beim Neujahrsempfang, organisiert von Frauen Union, CSU und Junger Union - unter Beweis stellt. "Ich habe schon den Eindruck, dass die Oberfranken immer gerne ein bisschen ihr Licht unter den Scheffel stellen. Sie könnten ruhig ein bisschen selbstbewusster auftreten. Denn die Potenziale in Oberfranken sind doch da", sagt die 37-Jährige.
"Eine Frau, die immer nur jammert, wird auch nicht geheiratet", scherzt sie. Und hat die Lacher auf ihrer Seite.

Dass 98 Prozent der Bürger gerne, 79 Prozent sogar sehr gerne in Bayern leben, freut die Staatssekretärin natürlich. "Und gerade wir Oberfranken wissen, was Heimatverbundenheit und unsere tüchtigen Menschen wert sind."

"Mir ist natürlich schon klar, dass es strukturelle Probleme gibt und dass der demographische Wandel Oberfranken zu schaffen macht, wir tun auch etwas. Aber wir müssen allen klar machen, dass Oberfranken mehr zu bieten hat."

15 Millionen für Oberfranken

Besonders betont sie, dass der kommunale Finanzausgleich in diesem Jahr eine Rekordsumme von 7,8 Milliarden Euro aufweisen wird. Der Ansatz für die Bedarfszuweisungen sei vervierfacht und von 25 auf 100 Millionen Euro angestiegen. "So setzen wir starke Signale für gleichwertige Lebensbedingungen in allen Regionen Bayerns. 2012 hat speziell Oberfranken davon profitiert, insgesamt sind 15 Millionen Euro hierher geflossen."
Und auch die Industriedichte in Oberfranken sei einzigartig. "Wir streiten noch, ob Oberfranken die zweit- oder dritthöchste Industriedichte aufweist", so Huml. "Bei uns lebt sich's doch richtig gut."

Huml steht für eine Energiewende unter Einbeziehung aller Möglichkeiten. Und zu diesem Thema haben die Pressecker am Dienstag auch eine Überraschung parat. Heiko Müller, der seit einigen Jahren in der Neumühle lebt, überreicht der Staatssekretärin ein Grundsatzpapier zur Energiewende. "Die Energiewende gelingt nur mit allen, aber wir können jetzt nicht nur überall Windenergie nutzen", sagt Huml dazu und verspricht: "Ich werde dieses Papier durcharbeiten und mit den Fachministerien besprechen. Dann müssen wir sehen, ob wir vielleicht mit Investitionen helfen können oder ob das eine Angelegenheit für das Wirtschaftsministerium ist."

Die Nahwärmeversorgung in Heinersreuth jedenfalls sei ein Schritt in die richtige Richtung, betonen der Pressecker Bürgermeister Siegfried Beyer und MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld. Und Beyer hofft, dass auch in Reichenbach ein Nahwärmenetz realisiert werden kann.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Beim Neujahrsempfang in Presseck trifft Melanie Huml auch alte Bekannte, wie den früheren CSU-Landtagsabgeordneten und heutigen Kulmbacher Oberbürgermeister sowie Bezirkstagsvizepräsident Henry Schramm. "Wir sind 2003 beide in den Landtag eingezogen und wussten wirklich nicht, was auf uns zukommt", lacht Henry Schramm und übermittelt der Staatssekretärin auch gleich einige Wünsche: weitere Unterstützung bei der Fortentwicklung des Klinikums Kulmbach und beim Kompetenzzentrum für Ernährung; das würde weitere Planstellen in die Region holen.

Auch das Wiedersehen mit Jörg Kunstmann ist ein Treffen mit einem alten Bekannten. Kunstmann erinnert an ihre Schützenhilfe nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg.
In die Riege der guten Freunde reihen sich ferner die CSU-Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld ein.

Und natürlich kommen - wie es schon Tradition ist- die Sternsinger auf eine Stippvisite vorbei. Melanie Huml freut sich. Und steckt ein Scheinchen in die Spendendose ...

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