Thurnau
Vernissage

Zwischen Lust und Verlust

Die Ausstellung des Kunstvereins Kulmbach im Thurnauer Töpfermuseum steht unter dem Motto "Ver.lust.ig".
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Bei der Vernissage (von links): Zweiter  Bürgermeister Veit Pöhlmann, die Künstler Heidemarie Schellwanich und Peter Schoppel, Cornelia Morsch vom Kunstverein Kulmbach und Sandra Peters von der Marktgemeinde Thurnau.Werner Reißaus
Bei der Vernissage (von links): Zweiter Bürgermeister Veit Pöhlmann, die Künstler Heidemarie Schellwanich und Peter Schoppel, Cornelia Morsch vom Kunstverein Kulmbach und Sandra Peters von der Marktgemeinde Thurnau.Werner Reißaus
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"Ver.lust.ig", unter diesem Titel steht die 63. Sonderausstellung des Kunstvereins Kulmbach, die noch bis zum 18. August dieses Jahres während der allgemeinen Öffnungszeiten im Töpfermuseum zu sehen ist. 22 Künstler stellen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Vereins ihre Arbeiten vor, neben Plastiken und Installationen in Ton, Bronze und Porzellan findet der Besucher Radierungen, Zeichnungen und auch textile Arbeiten. Die facettenreiche Ausstellung spiegeln die Spannungsfelder wider, die sich - wie das Titel "ver.lust.ig" vermuten lässt - im Raum zwischen Lust und Verlust bewegen. Musikalisch begleitet wurde die Vernissage vor rund 40 Besuchern von Michael Burbano.

Zweiter Bürgermeister Veit Pöhlmann versprach, dass die Marktgemeinde Thurnau ein guter Gastgeber für den Kunstverein Kulmbach sein werde und freute sich über das große Echo der Vernissage: "Dass der Kunstverein Kulmbach sein Jubiläum bei uns feiert, das freut mich, denn unser Haus, das Töpfermuseum, ist selbst ein Kunstwerk, dabei auch in der Nachbarschaft zum Töpferhandwerk als Kunsthandwerk. Und das Umfeld unseres Töpfermuseums ist nicht nur Denkmalschutz, sondern auch ein Kunstwerk."

Kulturelle Identität soll gestärkt werden

Die Einführung in die Ausstellung nahm Cornelia Morsch, die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Kulmbach vor. Sie gab zu verstehen, dass der Kunstverein 2009 mit dem Ziel gegründet worden war, die kulturelle Identität der Region zu stärken: "Er bietet eine Plattform für kreativen Austausch, Inspiration und fruchtbare Zusammenarbeit." Morsch dankte besonders Sandra Peters und ihrem Team für die Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Thurnau und dem Förderverband des Museums: "Wir feiern heute mit dieser Ausstellung wieder in einem Museum, im Töpfereimuseum, eine weitere Station in unserem Jubiläumsjahr, aber ohne die Künstler und Künstlerinnen des Vereins gäbe es hier nichts zu feiern."

Nicht weniger als 40 Künstler des Vereins haben Werke zu dem Thema "Ver.lust.ig" eingereicht und ließen sich von dem Titel der Ausstellung nicht abschrecken, sondern inspirieren. Morsch betonte, dass es eine fünfköpfige Jury schwer hatte, unter den vielen Einsendungen eine Auswahl zu treffen. Als Auswahlkriterium waren alte Techniken vorgegeben, etwa unterschiedliche Druckverfahren wie Radierungen, Techniken mit Papier, Stoff, Filz Bronze und Porzellan, was der Thematik des Museum entgegen kommt, wie Morsch feststellte.

Werke von 22 Künstlern

Zu sehen sind Werke von Bettina Specht, ‚Frithjof Schaebs, Veronika Riedl, Christiana Sieben, Nadine Seeger, Peter Schoppel, Herbert Sax Baerlocher, Heidemarie Schellwanich Fries, Irene Reinhardt, Claudia Hölzel, Karin Drechsler-Ruhmann, Una Haus, Christiane Toewe, Cornelia Morsch, Barbara Mäder-Ruff, Julia Tittmann, Claus Tittmann, Sigrid Frey, Ingrid Wachsmann, Andreas Schobert, Heike Flaschka und Anita Sieber-Hagenbach.

"Ver.lust.ig", das ist ein auf den ersten Blick vielleicht etwas sperriger Titel, wie Morsch zu verstehen gab, aber auf den zweiten Blick eröffnet er sehr viele Assoziationen und lässt sich auch in Bezug zum Museum setzen. Die stellvertretende Vorsitzende: "Unsere Ausstellung nimmt uns auf eine Reise durch die Welt des Verlustes und der Lust, was eben auch lustig sein kann. Lassen sie sich überraschen und wenn sie eine Arbeit beeindruckt oder zum Nachdenken angeregt hat, so wird die Ausstellung für sie sicher nicht zu einem Verlust, sondern zu einem Gewinn."

Die Ausstellung im Töpfermuseum Thurnau ist Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, am Wochenende und feiertags von 11 Uhr bis 17 Uhr.

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